Zürcher Kindsgi-Hüsli zum dritten Mal in einem Monat zerstört
Der Kindergarten in Geroldswil im Kanton Zürich kann sein Gartenhaus derzeit nicht nutzen. Es wurde erneut demoliert. Einwohner sprechen von einem «Ghetto».

Das Wichtigste in Kürze
- Unbekannte demolieren dreimal in einem Monat ein Gartenhüsli eines Zürcher Kindsgis.
- Anwohner fordern mehr Wachsamkeit und diskutieren über Videoüberwachung.
- Die Schule prüft nun Massnahmen, damit das Gartenhaus künftig sicher bleibt.
In einem Gartenhaus lagert der Kindergarten Dorf in Geroldswil ZH seine Spielsachen. Genutzt werden kann es derzeit nicht. Das Hüsli ist kaputt. Es wurde mutwillig zerstört.
Der Einwohner A.W.* bekam den Vorfall mit. «Jetzt habe ich wieder laute Stimmen unter dem Balkon gehört. Und wieder kam ich zu spät», schreibt er auf Facebook.
Es habe sich um eine «Gruppe von drei bis vier jungen Randalierern» gehandelt. «Als ich runter ging, war leider niemand mehr da.»
Gartenhüsli erst gerade repariert
Besonders bitter: Nur wenige Tage vorher hatte ein Schreiner das Hüsli noch repariert. Auch das nach Vandalismus.

Schulpräsidentin Evi Gericke bestätigt die Vorfälle auf Anfrage von Nau.ch und sagt: Es waren sogar drei – innerhalb eines Monats.
Aktuell könne das Gartenhüsli nicht genutzt werden. «Der Kindergartenbetrieb ist jedoch nicht beeinträchtigt.»
Anwohner nerven sich über «Saubande»
Der Schaden lassen sich derzeit noch nicht beziffern. «Nach erster Einschätzung handelt es sich um einen überschaubaren Schaden.»
Die Schulgemeinde will nun Anzeige erstatten. «Hinweise auf die Täterschaft liegen unseres Wissens keine vor», sagt Gericke.

Der für Geroldswil verantwortlichen Polizei rechtes Limmattal ist der Vorfall bislang noch nicht bekannt.
Die Schule prüfe nun, welche Massnahmen geeignet seien, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Anwohner nerven sich über «Saubande»
Auf Facebook denken Anwohner bereits laut über Videoüberwachung nach und sprechen sogar von einem «Ghetto».
Die User sind sich einig: Die Täter seien eine «Saubande» und ein «Dreckspack».
Augenzeuge A.W. ruft dazu auf: «Bitte seid wachsam, wenn ihr etwas hört, ruft die Polizei an, holt Verstärkung bei Nachbarn. Und probiert, die Täter zu fotografieren.»
*Name der Redaktion bekannt.








