Zuger Familien paddeln und punkten im Tessin

    Uwe Guntern
    Uwe Guntern

    Region Zug,

    So viele Zuger Familien wie noch nie nahmen am polysportiven Familienwochenende in Tenero teil. Im Mittelpunkt standen Bewegung und gemeinsames Erleben.

    Zuger Familien springen, paddeln und punkten am Lago Maggiore
    Die Teilnehmenden des Familienwochenendes erlebten ein vielseitiges Programm, das von Streetball über Kanufahren bis hin zu Bogenschiessen reichte. - zVg

    Sport verbindet – und das zeigte sich Anfang September in Tenero besonders deutlich. Vom 4. bis 6. September verbrachten so viele Zuger Familien wie noch nie ein gemeinsames Wochenende im Centro Sportivo Tenero.

    Das vom Amt für Sport und Gesundheitsförderung organisierte Angebot verbindet Bewegung mit Begegnung und richtet sich an Familien unabhängig von Alter, sportlicher Erfahrung oder individuellen Voraussetzungen.

    Auf dem weitläufigen Areal des Centro Sportivo und im Wasser des Lago Maggiore konnten die Teilnehmenden zahlreiche Sportarten kennenlernen und ausprobieren. Das Angebot war bewusst breit gefächert: Beim Streetball ging es um Ballgefühl und Teamwork, auf dem Wasser standen Aktivitäten wie Kanufahren auf dem Programm.

    Auch beim Bogenschiessen konnten die Familien ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen. Dabei ging es nicht darum, sportliche Höchstleistungen zu erreichen. Vielmehr stand das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.

    Lago Maggiore
    Der Lago Maggiore. - keystone

    Unter der Anleitung erfahrener Sportleiterinnen und Sportleiter konnten sich die Familien an verschiedene Aktivitäten herantasten, Neues ausprobieren oder bereits bekannte Sportarten wiederentdecken. Auch die hohen Temperaturen hielten die Teilnehmenden nicht davon ab, sich zu bewegen.

    Grosse Nachfrage nach dem Familienwochenende

    Dass das Angebot auf Interesse stösst, zeigen die Teilnehmerzahlen. Das Familienwochenende hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil des kantonalen Sportangebots entwickelt.

    «Die grosse Nachfrage zeigt, dass das Familienwochenende einem echten Bedürfnis entspricht», sagt Matthias Stierli, Programmleiter des Familienwochenendes.

    Neues Leiterteam

    Besonders erfreulich sei, dass viele Familien nicht zum ersten Mal dabei seien. Wiederkehrende Teilnehmende würden zudem häufig weitere Familienmitglieder oder Freunde mitbringen.

    Dadurch wächst das Angebot nicht nur zahlenmässig, sondern entwickelt sich auch zu einem Anlass, bei dem sich Familien über gemeinsame sportliche Erlebnisse begegnen und austauschen können. Die besondere Atmosphäre in Tenero trägt ebenfalls dazu bei.

    Eine Neuerung gab es in diesem Jahr auch hinter den Kulissen. Erstmals konnte das Familienwochenende auf einen gezielt aufgebauten Leiterpool aus den Reihen des kantonalen Sommercamps in Tenero zurückgreifen. Damit wurden zwei Sportangebote des Kantons stärker miteinander verbunden.

    Die Leiterinnen und Leiter des Sommercamps bringen bereits Erfahrung im Centro Sportivo mit. Sie kennen das Gelände und die Infrastruktur und sind mit den Abläufen vor Ort vertraut.

    Auch untereinander sind sie bereits eingespielt. Das erleichtert die Organisation und schafft gleichzeitig Möglichkeiten für einen Erfahrungsaustausch zwischen den beiden Angeboten. Der neue Leiterpool soll in den kommenden Jahren weiter wachsen.

    Probierst du mit deiner Familie gerne neue Sportarten aus? –

    Ziel ist es, damit langfristig genügend qualifizierte Leiterinnen und Leiter für das Familienwochenende zur Verfügung zu haben und die Qualität des Angebots zu sichern. Für Gesundheitsdirektor Andreas Hausheer ist der Aufbau des Teams deshalb ein wichtiger Schritt:

    «Mit dem Aufbau eines eigenen Leiterpools schaffen wir eine wichtige Grundlage, um den Fortbestand und die Qualität des Angebots langfristig zu sichern und engagierten Leiterinnen und Leitern neue Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten.»

    Das Familienwochenende setzt damit auf einen Ansatz, bei dem Bewegung und gemeinsames Erleben im Zentrum stehen. Familien können verschiedene Sportarten ohne Leistungsdruck kennenlernen und dabei auch Aktivitäten ausprobieren, mit denen sie bisher wenig Berührung hatten.

    Gerade diese Vielfalt macht das Angebot für unterschiedliche Altersgruppen und Erfahrungsstufen zugänglich. Während die einen eine Sportart bereits kennen, können andere zum ersten Mal zum Paddel greifen, einen Basketball in die Hand nehmen oder sich am Bogenschiessen versuchen.

    Das gemeinsame Ausprobieren schafft dabei Erlebnisse, die über das eigentliche Sportangebot hinausgehen. Für den Kanton ist das Wochenende Teil der Sport- und Gesundheitsförderung. Bewegung soll möglichst früh und auf unterschiedliche Weise in den Familienalltag integriert werden.

    Angebote wie das Familienwochenende schaffen dafür einen niederschwelligen Zugang: Im Vordergrund stehen nicht Wettkampf und Leistung, sondern Freude an Bewegung und das gemeinsame Erleben.

    Fortsetzung im kommenden Jahr

    Nach der Rekordbeteiligung in diesem Jahr soll das polysportive Familienwochenende auch 2027 wieder stattfinden.

    Das Angebot bleibt damit ein fester Bestandteil der kantonalen Sport- und Gesundheitsförderung.

    Hinweis

    Dieser Artikel ist zuerst in der «Zuger Woche» erschienen.

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