Tonne Pommes und Poulet: Basel Zöllner stoppen Ekel-Laster

Valentin Köpfli
Valentin Köpfli

Pratteln,

Bei Zollkontrollen im Raum Basel wurden grosse Mengen ungekühlter Lebensmittel sichergestellt. Es ist kein Einzelfall.

Zoll
Ungekühlte Pommes wurden vom Zoll entdeckt. - Zoll

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Zoll Basel stellt ungekühlte Lebensmittel sicher. Unter anderem eine Tonne Pommes.
  • Die Lenker wurden verzeigt.
  • Es ist kein Einzelfall.

Ekelfund im Kanton Baselland: Am 9. März kontrollierte eine Patrouille des Zolls auf der Autobahnraststätte Pratteln einen Lieferwagen mit Schweizer Kontrollschild. Der Lenker, ein 35-jähriger Iraker, war zuvor aus Deutschland in die Schweiz eingereist.

Im ungekühlten Laderaum des Fahrzeuges stiessen die Einsatzkräfte auf 1,5 Tonnen gefrorene Pommes Frites, 75 Kilogramm verschiedener Poulet-Produkte, 100 Kilogramm Mayonnaise und 79 Kilogramm Ketchup.

Lenker kassiert Anzeige

Die bei der Einfuhr der Waren fälligen Abgaben waren nicht entrichtet worden. Beim Fahrzeug handelte es sich nicht um einen Kühltransporter, demzufolge wurden die lebensmittelrechtlichen Vorgaben missachtet. Zudem war der Lieferwagen überladen.

Einen Tag darauf stoppten Mitarbeitende des BAZG am selben Ort erneut einen Lieferwagen mit Schweizer Kontrollschild. Ein 29-jähriger Iraker lenkte das Fahrzeug, er war aus Deutschland in die Schweiz eingereist.

Kühlkette nicht eingehalten

Bei der Zollkontrolle trafen die Einsatzkräfte im Laderaum auf zwei Tonnen Pommes Frites und 110 Kilogramm Poulet-Produkte sowie 80 Alufolienrollen und 2500 Transportboxen aus Styropor. Wie bereits am Tag zuvor wurden bei der Einfuhr keine Abgaben entrichtet, die vorgeschriebene Kühlkette nicht eingehalten und das zulässige Höchstgewicht überschritten.

Der Zoll hat im Zusammenhang mit beiden Fällen ein Strafverfahren eingeleitet, die Lebensmittel eingezogen und die Lenker aufgrund der überladenen Fahrzeuge verzeigt.

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Kommentare

User #1992 (nicht angemeldet)

Tonnenweise ungekühltes Poulet, Pommes und Mayonnaise sind wohl nicht für den Eigenbedarf bestimmt ?! Hoffentlich werden die Empfänger festgestellt und durch die Lebensmittelkontrolle untersucht !

edelweisz

Was an Grenzen als Schmuggeltourismus beobachtet wird, ist nicht Ursache, sondern sind Symptome. Bei fast allen Lebensmitteln schützen hohe Zölle CH-Landwirte, was unsere Preise künstlich hochhält. Bei Industrieprodukten sind Zölle für Firmen seit 2024 abgeschafft. Das zeigt, dass der Bund das Prinzip der Handelsliberalisierung verstanden hat, es aber bei Privaten aufgrund übertrieben starker Bauernlobby und Vetterliwirtschaft nicht durchsetzt. Je mehr der Bund einschränkt, kontrolliert und bevormundet, desto grösser wird der Reiz des Widerstands auch durch Schmuggel und das Vertrauen zwischen Volk und Landesregierung leidet.

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