Weniger asiatische Touris? Das sagt der Bürgenstock-Direktor
Die Folgen des Konflikts im Nahen Osten sind weltweit und über mehrere Branchen verteilt spürbar. Gebannt schaut auch der Tourismus auf die Entwicklung.

Das Wichtigste in Kürze
- Schon seit mehreren Wochen herrscht weltweit wegen des Iran-Kriegs grosse Unsicherheit.
- Hotels etwa fürchten mögliche Rückgänge bei arabischen und asiatischen Touristen.
- Der Direktor des Bürgenstock Resort kann negative Auswirkungen noch nicht bestätigen.
Seit Ende Februar hält neben dem Ukraine-Krieg auch der Iran-Krieg die Welt in Atem. Die Folgen des ausgebrochenen Konflikts sind weltweit spürbar. Hierzulande vor allem – aber nicht nur – durch gestiegene Spritpreise.

Eine Branche, die ebenso betroffen ist, ist der Tourismus. Gemeint sind dabei nicht nur die Golfstaaten. Auch in der Schweiz werden Einbussen aufgrund von ausbleibenden Touristen aus den arabischen Staaten und Asien befürchtet.
«Im Moment noch keine negativen Auswirkungen»
In einem Interview mit dem SRF-Regionaljournal Zentralschweiz hat sich der Direktor des Bürgenstock Resort, Chris Franzen, zu dieser Thematik geäussert. «Im Moment gibt es noch keine negativen Auswirkungen», sagt Franzen mit Blick auf das eigene Unternehmen. Es sei noch zu früh für eine Beurteilung.
Dennoch geht er davon aus, dass Touristen zurückhaltender sein werden. «Ja, ich glaube, das wird der Fall sein.» Das Fliegen über den Golf werde während dem Krieg von vielen als unsicher betrachtet, vermutet er.
Betreffend arabische Gäste geht Franzen davon aus, dass diese trotz allem nach Europa kommen werden, solange Airlines fliegen.

Sollten die Befürchtungen tatsächlich eintreten, gelte es, alternative Kundinnen und Kunden zu finden. Dazu Franzen: «Mehr Schweizer, mehr Europäer, vielleicht auch mehr Leute aus Süd- und Nordamerika.»
Direktor spricht über Ukraine-Konferenz
Bei dem Gespräch blickte der Bürgenstock-Direktor auch zurück auf die Ukraine-Konferenz, die 2024 stattfand. Diese habe einen positiven Einfluss gehabt.
«Ob es sich direkt in Buchungen niederschlägt», könne er nicht sagen. «Aber die Präsenz im Fernsehen macht schon einen Unterschied.»












