Trotz Gewaltaufrufen in sozialen Netzwerken ist es beim Aufmarsch von Jugendlichen auf dem Place de la Planta in Sitten am Freitagabend ruhig geblieben.
Die Walliser Kantonspolizei musste am Freitagabend bei einem Aufmarsch von Jugendlichen in Sitten rund 20 Personen anhalten. Die Lage bliebt trotz Aufrufen zur Gewalt in den Sozialen Medien ruhig. (Symbolbild)
Die Walliser Kantonspolizei musste am Freitagabend bei einem Aufmarsch von Jugendlichen in Sitten rund 20 Personen anhalten. Die Lage bliebt trotz Aufrufen zur Gewalt in den Sozialen Medien ruhig. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/OLIVIER MAIRE

Das Wichtigste in Kürze

  • In Sitten haben sich rund 1000 Jugendliche auf dem Place de la Planta versammelt.
  • Trotz Gewaltaufrufen im Vorfeld verlief der Abend weitgehend friedliche.

Die Walliser Kantonspolizei hatte zusammen mit der Stadt Sitten ein spezielles Dispositiv aufgezogen, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Die Ordnungshüter hätten rund 20 Personen angehalten, teilte die Polizei in der Nacht auf Samstag mit. Mehr als 1000 Personen hatten sich auf dem zentralen Platz versammelt.

Die meisten Anhaltungen betrafen Verstösse gegen die Sittlichkeit, das Waffengesetz und das Drogengesetz. Ein 16-jähriger Mann wurde bei einer Schlägerei verletzt. Er musste ins Spital gefahren werden. Die Täter wurden verhaftet.

Um jegliche Ausbrüche nach den Gewaltaufrufen zu verhindern, hatte die Walliser Kantonspolizei den Zugang zum Platz beschränkt und führte Kontrollen durch. So hatten die Ordnungshüter auch den Zugang zu den Bereichen Valère und Tourbillon gesperrt.

Gewaltaufrufe im Vorfeld

Die Polizei hatte die Urheber der Gewaltaufrufe präventiv vorgeladen. Eine Person wurde wegen Aufstachelung zur Gewalt an die Staatsanwaltschaft überwiesen. Bereits am Donnerstag hatten sich in der Innenstadt von Sitten zahlreiche Jugendliche getroffen. Der Auflauf verlief ruhig und in festlicher Atmosphäre.

Am 1. April hatten sich etwa 300 Schüler auf dem Place de la Planta eingefunden, um den Beginn der Osterferien zu feiern - trotz der Einschränkungen durch die Corona-Massnahmen. Es kam zu Ausschreitungen. Gegen elf Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren wurde Anklage erhoben, unter anderem wegen Randalierens.

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