Weggis-Gemeindepräsident: «Restlosen Schutz gibt es nicht»
In Weggis kam es zu massiven Hangbewegungen mit Steinen und umstürzenden Bäumen. Strassen wurden gesperrt und ein Haus vorsorglich geräumt.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Weggis kam es am Montag an der Tannenbergstrasse zu Hangbewegungen.
- Steine lösten sich, einzelne Bäume stürzten um, ein Haus wurde evakuiert.
- Gesperrt wurden die Tannenbergstrasse und ein Teil der Zingelistrasse.
In Weggis ist es am Montag im Gebiet Tannenbergstrasse zu massiven Hangbewegungen gekommen. Dabei lösten sich Steine und vereinzelt stürzten Bäume um, wie die Gemeinde auf ihrer Webseite mitteilt.
Ein Augenzeuge berichtet gegenüber Nau.ch: «Man hörte ein Baumknistern am Rigi-Hang. Zwischen 11.30 und 12 Uhr kam ein Brocken herunter und prallte in eine Hauswand. Es gab einen lauten Knall.»
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Betroffen ist insbesondere der Bereich Windlochboden / Roseweid. Aus Sicherheitsgründen wurden am Montagmittag umgehend mehrere Massnahmen getroffen: Die Tannenbergstrasse sowie ein Abschnitt der Zingelistrasse wurden gesperrt.
Zudem wurde ein Einfamilienhaus mit vier Personen und 30 Schafe vorsorglich evakuiert. In einem besonders gefährdeten Bereich der Zingelistrasse installierten die Behörden Schutzelemente.
«War immer wieder mit Ereignissen zu rechnen»
Geologen, kantonale Fachstellen und die Feuerwehr stehen im Einsatz. Die Lage wird laufend überwacht, heisst es weiter.
Wie Gemeindepräsident Roger Dähler am Nachmittag bei einer Begehung vor Ort erklärte, hat es eine 100 Meter lange Abrisskante gegeben.
Die Stelle sei den Behörden bekannt. Es sehe zurzeit nicht danach aus, als dass weitere Leute evakuiert werden müssten.

Im Gespräch mit Nau.ch sagt der Gemeindepräsident, dass der südliche Hang der Rigi von Nagelfluhgestein geprägt sei. Er sei ständiger Witterung ausgesetzt.
«Dadurch war in den letzten Jahren, Jahrzehnten und sogar Jahrhunderten hinweg immer wieder mit Ereignissen zu rechnen», so Dähler. Zum Schutz des Dorfes seien zahlreiche bauliche Massnahmen umgesetzt worden.
«Restlosen Schutz gibt es nicht»
Trotzdem: «Restlosen Schutz gibt es nicht. Die Launen der Natur kann man ja bekanntlich nicht aufhalten», so der Gemeindepräsident.
Derzeit sei noch unklar, wie gross der Schaden ist, den der Felssturz verursacht habe. Ob die aktuellen Forstarbeiten den Felssturz ausgelöst haben könnten, werde sich noch zeigen, so Dähler.
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Der Gemeinderat ruft die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet grossräumig zu meiden und die Absperrungen strikt zu beachten.











