Walliser Ferienort Evolène sichert Bergbahnbetrieb bis 2028

    Keystone-SDA
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    Saint-Martin (VS),

    Die Bergbahnen von Evolène im Wallis können vorerst weiterfahren. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag einen Kredit von 1,8 Millionen Franken bewilligt und damit dem finanziell angeschlagenen Unternehmen Télé-Evolène Luft verschafft.

    Evolène
    Das Dorf Evolène im Wallis. - keystone

    Bei einer Stimmbeteiligung von 78 Prozent sprachen sich 611 Stimmberechtigte (63 Prozent) für den Kredit aus. 358 (37 Prozent) lehnten ihn ab. Mit dem Geld soll der Betrieb in den beiden Wintersaisons 2026/27 und 2027/28 gesichert werden.

    Télé-Evolène befindet sich derzeit in provisorischer Nachlassstundung. Über das weitere Nachlassverfahren entscheidet das zuständige Gericht.

    Das Ja sei ein entscheidender Schritt, löse aber die finanziellen Schwierigkeiten von Télé-Evolène nicht allein, sagte Gemeindepräsidentin Virginie Gaspoz.

    Der Kredit ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Dazu gehört die Ausarbeitung eines gemeinsamen Projekts für die drei Skigebiete Evolène, Arolla und La Forclaz im Espace Dent-Blanche.

    Télé-Evolène hat zudem Pläne für die längerfristige Zukunft vorgelegt. Vorgesehen ist unter anderem die Erneuerung der Anlagen für rund acht Millionen Franken. Dieses Projekt war jedoch nicht Teil der Abstimmung und muss noch konkretisiert werden.

    Bereits 2025 hatte die Gemeinde Télé-Evolène mit 700'000 Franken unterstützt. Dennoch schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr mit einem Verlust von mehr als 250'000 Franken ab.

    Anfang August gewährte das Bezirksgericht Hérens und Conthey dem Unternehmen eine viermonatige provisorische Nachlassstundung. Diese läuft bis zum 4. Dezember.

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