Wal-Präparat zieht in neues Freiburger Museumsgebäude
In Freiburg hat am Dienstag ein Wal eine ungewöhnliche Reise unternommen. Kein lebendiger natürlich, sondern das elf Meter lange, 1650 Kilo schwere Präparat, das zu den Attraktionen des Naturhistorischen Museums gehört.

Es zog in die neuen Räumlichkeiten der Institution. Der über 170 Jahre alte Wal legte, gut verpackt, eine Strecke von 600 Metern zurück. Er ist das allererste Objekt, das in das künftige Gebäude der Institution an der Route des Arsenaux gebracht wurde.
Der Transport auf einem Lkw war laut Museum eine «aussergewöhnliche Aktion», bei der Technik, Logistik und Denkmalschutz aufeinander trafen.
Der präparierte Wal gilt als Ikone des Museums. «Alle Besuchenden haben mit ihm eine emotionale Begegnung erlebt», erklärte der Direktor des Naturhistorischen Museums, Peter Wandeler, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Das 1852 in Le Havre in Frankreich gestrandete Tier gelangte 1882 auf abenteuerlichen Wegen in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in Freiburg.
Der Wal verfügt bereits über Umzugserfahrung: schon 1897, beim Umzug des Naturhistorischen Museums an seinen heutigen Standort im Pérolles-Quartier, bereitete das Präparat den damaligen Museumsverantwortlichen einiges an Kopfzerbrechen.
2023 sagten die Freiburger Stimmberechtigten ja zu einem Kredit von 65,5 Millionen Franken für den Umzug des Naturhistorischen Museums ins ehemalige Zeughaus.






