Vogelschützer helfen dem Storch in der Westschweiz auf die Sprünge

    Keystone-SDA
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    Planet Erde,

    BirdLife Schweiz hat am Neuenburgersee zwei Nistplattformen installiert. Die Organisation will erreichen, dass sich dort Störche niederlassen.

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    Arbeiter bauen das Fundament der Nisthilfe auf dem Dach eines Bauernhofs in La Sauge bei Cudrefin VD. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Storch hat in der Schweiz sehr unter dem Verlust seines Lebensraums gelitten.
    • In den letzten Jahren hat er sich wieder vermehrt.
    • Nun soll er auch das südliche Ufer des Neuenburgersees besiedeln.

    Obwohl sich der Weissstorch in den letzten Jahren in der Schweiz vermehrt hat, brütet er in der Romandie nur sehr lokal. Mit der Installation von zwei neuen Nistplattformen am südlichen Ufer des Neuenburgersees will BirdLife Schweiz «Adebar» auf die Sprünge helfen.

    Die Vogelschutzorganisation wählte das Dach des Bauernhofs neben ihrem Naturzentrum in La Sauge in der Hoffnung, dass der Weissstorch auch die Region von Cudrefin und Vully zwischen den Kantonen Waadt und Freiburg besiedeln wird, wie Vertreter von BirdLife am Mittwoch vor den Medien ausführten.

    680 Storch-Paare im Jahr 2020

    Der Zugvogel verschwand 1950 aus der Schweiz. Einst im Mittelland verbreitet, hat die Art stark unter dem Verlust des Lebensraums und einer Verschlechterung der Lebensbedingungen gelitten. Die Verdrängung von Feuchtwiesen durch Ackerbau und die Trockenlegung von Sümpfen waren der Todesstoss für viele Storchenpopulationen. Kollisionen mit Stromleitungen sind eine weitere Ursache für Todesfälle, wie Birdlife erklärt.

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    Ein Storch in der Luft. (Symbolbild) - keystone

    In den vergangenen Jahrzehnten ergriffen Naturschützer in Zusammenarbeit mit den Behörden gezielt Massnahmen für den Watvogel, der seit der Antike als Botschafter der Fruchtbarkeit gilt. Nach der Wiederansiedlung im solothurnischen Altreu 1948 stieg der Bestand der Störche wieder an und erreichte 2020 landesweit fast 680 Paare.

    Storch in der Kategorie «verletzlich»

    In der Westschweiz ist die Kolonie von Avenches VD mit 43 Paaren und 73 flügge gewordene Störchen im Jahr 2020 die grösste. Daneben gibt es noch eine grössere Population in der Ajoie JU.

    Der Weissstorch steht auf der Liste der 50 Vogelarten, deren Schutz in der Schweiz Priorität hat. Dies geht aus dem Programm hervor, das BirdLife Schweiz und die Schweizerische Vogelwarte mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt (Bafu) entwickelt haben. Auf der Roten Liste befindet sich die Art in der Kategorie «verletzlich».

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