Ursache für erhöhten PFOA-Wert im Pumpwerk Tierfed GL entdeckt
Der erhöhte Perfluoroctansäure-Wert bei einer Messung im Mai im Grundwasserpumpkraftwerk Tierfed in Linthal GL war auf das Probenahmeventil im Pumpwerk zurückzuführen. Es gelangte gemäss der Axpo keine Perfluoroctansäure ins Grundwasser. Der Betrieb des Kraftwerks wurde inzwischen wieder aufgenommen.

Aufgrund des erhöhten Perfluoroctansäure-Wertes (PFOA) hatten die zuständigen Glarner Behörden am 22. Juni die sofortige Ausserbetriebnahme des Pumpwerks entschieden. Die vertieften Untersuchungen des Grundwassers aus dem Pumpwerk Tierfed haben nun gemäss einer Mitteilung der Energieversorgerin Axpo ergeben, dass das Grundwasser keinen erhöhten PFOA-Wert aufweist. Die Trinkwasserqualität für die Bezügerinnen und Bezüger sowie das Tränkewasser für die Nutztiere sei jederzeit einwandfrei gewesen.
Der erhöhte Wert sei im Probenahmeventil des Grundwasserpumpwerks nachgewiesen worden. Diese Armatur wird zur Entnahme von Trinkwasserproben verwendet und kommt nicht in Kontakt mit dem Trinkwasser. «Das Probenahmeventil wurde mittlerweile ersetzt, beprobt und für einwandfrei befunden», schreibt die Axpo. Die Trinkwasserversorgung aus dem Pumpwerk konnte nach behördlicher Freigabe wieder aufgenommen werden.
PFOA ist eine langlebige Substanz der in der Öffentlichkeit bekannteren Chemikaliengruppe PFAS. Sie baut sich in der Natur kaum ab. Sie gilt als krebserregend.






