Durch die Unwetter der letzten Tage ist in der Schweiz eine Schadenssumme von mindestens 200 Millionen Franken entstanden.
In den letzten Tagen haben zahlreiche Gewitterfronten Teile der Schweiz überquert. (Symbolbild)
In den letzten Tagen haben zahlreiche Gewitterfronten Teile der Schweiz überquert. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Das Wichtigste in Kürze

  • Tausende Schadenfälle wurden den Versicherungsgesellschaften gemeldet.
  • Das Ausmass der Schäden sei aussergewöhnlich hoch, schrieb die Mobiliar.
  • An das Rekordjahr 2005 kämen die Zahlen allerdings nicht heran.

Die verheerenden Unwetter, die seit dem letzten Wochenende über Teile der Schweiz gezogen sind, haben eine Schadenssumme von mindestens 200 Millionen Franken zur Folge. Tausende Schadenfälle wurden den Versicherungsgesellschaften gemeldet, mehr als in anderen Jahren.

Allem voran wurden den Versicherern Schäden an Fahrzeugen wie Hagelbeulen und weggeschwemmte Fahrzeuge sowie Gebäudeschäden gemeldet, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Freitag bei mehreren Versicherungsgesellschaften ergab.

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Auch heute Montagnachmittag- und Abend ist mit Hagel zu rechnen (Symbolbild). - Pixabay

Die Mobiliar geht nach einer ersten Hochrechnung von einer Gesamtschadensumme von rund 100 Millionen Franken aus, wie es auf Anfrage hiess. Der Mobiliar seien bisher über 10'000 Schäden gemeldet worden, man gehe aber davon aus, dass sich diese Zahl noch mehr als verdoppeln werde.

Ausmass aussergewöhnlich hoch

Das Ausmass der Schäden sei aussergewöhnlich hoch, schrieb die Mobiliar. An das Rekordjahr 2005 kämen die Zahlen allerdings nicht heran. Damals habe alleine die Mobiliar Schäden von 500 Millionen Franken beglichen.

Die Allianz Suisse rechnet mit rund 10'000 Schadenfällen. Sie geht von einer schweizweiten Schadenssumme von 32 Millionen Franken aus, 26 Millionen Franken davon entfallen auf die Westschweiz, die dieses Mal hart getroffen worden sei. Grund dafür sei die aussergewöhnliche Grösse der Hagelkörner. Die meisten Schäden wurden bei der Allianz Suisse seit letzten Freitag bis Mittwoch verzeichnet.

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Angehörige des Zivilschutzes räumen eine überflutete Wohnung am Donnerstag, 24. Juni 2021 in Villeret. - Keystone

Für die Allianz Suisse zählen die Unwetter dieser Woche sicherlich zu den schwersten seit 2013. Die vergangenen Jahre seien im Vergleich eher arm an Naturkatastrophen beziehungsweise Hagelschäden gewesen.

Axa: Meiste Schäden am Montag

Die Axa geht bis und mit Mittwoch von rund 15'500 Schadenfällen aus. Der Grossteil davon betreffe Hagelschäden an Autos, dazu kämen Hausratsschäden und Schäden an Gebäuden in Kantonen, welche keine kantonale Gebäudeversicherung haben. Schadensmeldungen seien aus der ganzen Schweiz eingetroffen.

Insgesamt rechnet Axa innert Wochenfrist mit einer Schadensumme von rund 61 Millionen Franken. Die meisten Schäden seien am Montag entstanden, wo ein Hagelzug über das dicht besiedelte Gebiet von La-Chaux-de-Fonds niederging und gemäss Schätzungen von Axa etwa 7000 Autos beschädigte.

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Ein Fussgänger geht neben einem Haufen Hagel vorbei am Donnerstag, 24. Juni 2021 in Sonceboz. - Keystone

Die Anzahl Schäden innerhalb einer Woche ist auch für diese Versicherungsgesellschaft ungewöhnlich. «Wenn wir das ganze Jahr betrachten, sind die Schäden bisher überdurchschnittlich, doch in den letzten 10 Jahren verzeichneten wir in den Jahren 2012 oder 2013 höhere Schadensummen». Doch das Jahr sei noch nicht vorbei.

Bei der Generali-Versicherung wurden bisher 1500 Schäden gemeldet. Man nehme an, dass die Zahl in den kommenden Tagen weiter steigen werde. Generali rechnet mit einer Schadenssumme von etwa 6 Millionen Franken.

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