Untersuchung des Swiss-Zwischenfalls von 2018 in Nizza eingestellt

Keystone-SDA
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Bern,

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle hat die Untersuchung des Zwischenfalls auf einem Swiss-Flug nach Nizza im August 2018 eingestellt. Grund dafür ist, dass der «schwere Vorfall» beim Landeanflug auf gesundheitliche Probleme des damaligen Piloten und nicht auf technische oder strukturelle Ursachen zurückzuführen war.

FLug
Untersuchung des Swiss-Zwischenfalls von 2018 in Nizza eingestellt. - keystone

Im Sommer 2018 war es dem Piloten der Swiss während des Anflugs auf den Flughafen Nizza plötzlich unwohl geworden, worauf er kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Der Copilot konnte die Kontrolle übernehmen und den Airbus 320 schliesslich sicher zur Landung bringen.

Die Übernahme der Kontrolle war aber nicht so einfach, wie aus dem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hervorgeht. Der bewusstlose Pilot habe seine Hände und Füsse noch immer an den Steuersystemen gehabt, was mehrmals zu einer unerwünschten Querlage geführt und eine zunächst zu niedrigen Anflughöhe zur Folge gehabt habe.

Schliesslich sei es dem Copiloten aber gelungen, den Piloten von der Flugsteuerung wegzubewegen und das Flugzeug zu landen. Die technischen Sicherheits- und Warnsysteme hätten funktioniert.

Der Pilot hat gemäss Bericht angegeben, dass es ihm während des gesamten Flugs «ein bisschen schlecht» gewesen sei. Die Sust geht davon aus, dass der Verlust des Bewusstseins die Folge einer Lebensmittelvergiftung war. Dies hätten Blutuntersuchungen bestätigt.

Die Sust stellt fest, dass der als schwer bezeichnete Vorfall auf menschliche Umstände zurückgingen. Weil keine technische, betriebliche, organisatorische oder systemische Ursachen im Spiel waren, sei der angepeilte präventive Nutzen der Untersuchung beschränkt, weshalb sie nun eingestellt werde.

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