Unternehmen weihen Zuger Anlage für klimafreundliche Produktion ein
Auf einem Produktionsareal von V-Zug haben am Freitag mehrere Unternehmen eine Anlage für klimafreundliche Industrieproduktion eingeweiht.

Eine Reihe von Unternehmen hat am Freitag auf einem Produktionsareal von V-Zug eine Anlage für klimafreundliche Industrieproduktion eingeweiht. Die Anlage soll einen Meilenstein auf dem Weg zu den Netto-Null-Zielen der Schweizer Industrie bis 2050 darstellen.
Die sogenannte Pyrolyse-Anlage nutzt Methan als Energieträger, ohne dass dabei CO2 als Nebenprodukt entsteht, wie Medienmitteilungen der Unternehmen V-Zug und Sulzer vom Freitagabend zu entnehmen ist. Konkret wird Methan aus Bio- oder Erdgas in einem Mikrowellen-Reaktor erhitzt und dadurch in Wasserstoff und pulverförmigen Kohlenstoff aufgespalten. Der produzierte Kohlenstoff könne als Rohstoff in Bau- und Landwirtschaft weiterverwendet werden.
Methode mit grosser Wirkung
Die industrielle Pilot-Anlage soll nun bis Ende 2026 in den regulären Produktionsprozess eingebunden werden und V-Zug mit klimafreundlichem Wasserstoff für die Emaillierungsöfen versorgen. Auf diese Weise könnten jährlich Emissionen von bis zu 240 Tonnen CO2 eingespart werden.
Initiiert und koordiniert wurde das Projekt durch den Verein zur Dekarbonisierung der Industrie. Mitglieder des Vereins sind der Kanton Zug, die Metall Zug und der Tech Cluster Zug sowie zahlreiche Unternehmen. Für das Projekt seinen insgesamt mehr als 8 Millionen Franken investiert worden, heisst es weiter. Metall Zug habe das Projekt durch den internen Greenhouse Gas Fund unterstützt.






