Triumphaler Empfang für die Spieler von Fribourg-Gottéron
Tausende Fans haben am Freitag die aus Davos (GR) zurückgekehrten Spieler von Fribourg-Gottéron empfangen, wo sie am Vortag ihren ersten Schweizer Meistertitel im Eishockey gewonnen hatten. Der Mannschaftsbus traf kurz nach 04.30 Uhr bei der Eishalle St. Leonhard ein.

Beim Aussteigen aus dem Bus wurden die Freiburger Eishockeyspieler von 7000 bis 8000 Fans bejubelt, sagte ein Klubverantwortlicher einem vor Ort anwesenden Fotografen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der triumphale Empfang bildete den Abschluss einer Feiernacht in der Stadt Freiburg und im ganzen Kanton. Die Präfekturen hatten der Bevölkerung im Falle eines Sieges der Drachen eine «Freinacht» gewährt. Die Bars durften deshalb ausnahmsweise bis zum Morgengrauen geöffnet bleiben.
Die Feierlichkeiten verliefen unter Einhaltung der Empfehlungen reibungslos, teilte die Freiburger Kantonspolizei am Freitag mit. Schwere Zwischenfälle wurden keine gemeldet.
Die Rettungsdienste mussten lediglich wegen einiger kleinerer Vorfälle ausrücken, präzisierte die Polizei. Insgesamt wurden 35 Personen wegen leichter Verletzungen versorgt. Drei von ihnen wurden für weitergehende Abklärungen ins Spital gebracht.
Die Stimmung war bereits am Donnerstagabend in der Eishalle besonders aufgeheizt, wo mehr als 9000 Personen das Spiel auf Grossleinwand verfolgten. Alle Plätze für dieses Public Viewing waren innerhalb weniger Minuten vergriffen, obwohl der Klub sie – anders als bei den vorherigen Spielen – kostenpflichtig gemacht hatte (5 Franken).
Zudem versammelten sich mehr als 20'000 Fans rund um die Eishalle, um das Spiel auf Grossbildschirmen zu verfolgen. Nach der Partie wurden einige pyrotechnische Gegenstände gezündet, ohne dass es zu Verletzungen oder Sachschäden kam, teilte die Polizei weiter mit.
Nach dem Sieg von Gottéron bildeten sich in Freiburg und in Bulle (FR) spontane Autokorsos mit mehreren Hundert Fahrzeugen. «Die Autofahrer brachten ihre Freude ohne Ausschreitungen zum Ausdruck», teilte die Polizei mit.
Auch die Freiburger Verkehrsbetriebe (TPF) beteiligten sich, indem sie die ganze Nacht über im Einsatz standen und kostenlose Rückfahrbusse von der Eishalle in die verschiedenen Bezirkshauptorte des Kantons anboten.
Freiburg, das seit Beginn der Playoffs in Hochstimmung ist, wird am Samstag erneut feiern: Zu Ehren der neuen Schweizer Meister ist ein Umzug geplant. Die Feier findet nur knapp zwei Wochen vor Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft statt, die gemeinsam von Freiburg und Zürich organisiert wird.
Dieser Titel war in einer Stadt, die besonders für Eishockey brennt, lange erwartet worden. Der 1937 gegründete Klub spielt seit 1980 in der National League (1. Liga) und hatte den Meistertitel zuvor noch nie gewonnen.
Nach vier Finalteilnahmen ohne Erfolg wird Gottéron zur fünften Westschweizer Mannschaft, die seit den 1960er-Jahren den Titel holt. Der Klub reiht sich damit neben La Chaux-de-Fonds, den erfolgreichsten frankophonen Verein, sowie Biel, Genève-Servette und Villars ein.






