Freiburger Paulus-Mediengruppe streicht 18 Vollzeitstellen
Der Freiburger Paulus-Medienkonzern strukturiert um und streicht 18 Vollzeitstellen. Die Redaktionen von «La Liberté», «La Gruyère» und «La Broye Hebdo» werden zusammengelegt und auf die Standorte Freiburg, Bulle und Payerne VD verteilt.

Die Mediengruppe müsse «schmerzhafte, aber notwendige Massnahmen ergreifen, um die Zukunftsfähigkeit ihrer drei Titel zu sichern»: So liess sich Martial Pasquier, Verwaltungsratspräsident des Verlags, am Donnerstag auf der Website von «La Liberté» zitieren.
Die Mitarbeitenden wurden demnach am Vormittag über die Umstrukturierung informiert, die Anfang 2027 umgesetzt werden soll. Sie sei eine Reaktion auf den Rückgang der Einnahmen aus Abonnements und Werbung. Voraussichtlich 13 Stellen werden laut dem Unternehmen in den Redaktionen gestrichen, weitere fünf im Marketing.
Zudem wird das redaktionelle Angebot an neue Druckzeiten angepasst. Die Zeitungen werden im Berner Tamedia-Druckzentrum gedruckt, künftig schon am frühen Abend.
Die Arbeitnehmervertretungen der betroffenen Medientitel forderten in einer Mitteilung, dass das anstehende Konsultationsverfahren «den menschlichen Kosten dieser Ankündigungen gerecht wird». Insbesondere gelte es, Entlassungen zu begrenzen, schrieben sie.
Diese «schmerzhafte» Ankündigung sei Teil eines Umstrukturierungsprozesses, der die Teams seit über einem Jahr beschäftige. Bereits im Frühling 2025 hätten sie Sparmassnahmen schwer getroffen. 5,8 Vollzeitstellen wurden damals gestrichen, 20 Personen waren betroffen.
Die Mediengruppe weist derzeit 113,2 Vollzeitäquivalent-Stellen auf, davon 77,8 in den Redaktionen, 33,6 im Marketing und 1,8 in der Geschäftsleitung.






