Thurgau untersucht PFAS-Belastung von Böden und Gewässern

    Der Kanton Thurgau plant ein Projekt zur Ermittlung der PFAS-Belastung von landwirtschaftlichen Flächen und Gewässern.

    PFAS Bauer Fleischverkaufsverbot «Todesurteil»
    Es werde damit gerechnet, dass auch im Kanton Thurgau landwirtschaftliche Nutzflächen mit zu hohen PFAS-Werten ermittelt werden. (Archivbild) - keystone

    Der Kanton Thurgau will die PFAS-Belastung von landwirtschaftlichen Flächen und Gewässern ermitteln. Für ein dreijähriges Projekt sind 517'000 Franken vorgesehen, teilte der Kanton Thurgau am Freitag mit. Das Projekt starte im kommenden Jahr.

    Die Gelder dafür müssen im Rahmen des Budgets 2026 vom Parlament bewilligt werden. Es werde damit gerechnet, dass auch im Kanton Thurgau landwirtschaftliche Nutzflächen mit zu hohen PFAS-Werten ermittelt werden.

    Das Projekt zur «Erfassung, Koordination und Begleitung der PFAS-Situation im Kanton Thurgau» soll aufzeigen, in welchem Ausmass Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) in Thurgauer Böden und Gewässern vorkommen und welche Massnahmen ergriffen werden müssen.

    Ausmass der Belastung noch unklar

    In den dafür vorgesehenen Mitteln von rund einer halben Million Franken ist kein Sonderkredit für eine allfällige finanzielle Unterstützung stark betroffener Landwirtschaftsbetriebe enthalten, hielt der Kanton weiter fest. Im Kanton St. Gallen sind bereits zahlreiche mit PFAS belastete Flächen entdeckt worden.

    Als erste Massnahme wurde in einigen Landwirtschaftsbetrieben der Verkauf von Fleisch gestoppt. Als Grund für die Belastung der Böden wird das Austragen von mit den Chemikalien belastetem Klärschlamm aus Abwasserreinigungsanlagen vermutet. PFAS sind langlebige Chemikalien, die seit Jahrzehnten in grossem Umfang industriell genutzt werden.

    Wasserabweisende Regenjacken, Zahnseide, Skiwachs und Löschschaum beinhalten entsprechende Chemikalien. Sie konnten in der Nahrungskette sowie im Gewebe von Menschen nachgewiesen werden und können gesundheitsgefährdend sein.

    Kommentare

    User #1138 (nicht angemeldet)

    Ein weiteres Projekt , für das gute Gewissen . Leider wird auf der anderen Seite weiter PFAS in Unmengen produziert und auf alles gestrichen , ohne Verbote , um die Gesundheit wenigstens etwas zu Fördern .

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