Stubete Gäng: Das wären unsere Positionen auf dem Fussballplatz
Die Stubete Gäng spielt dieses Jahr am Pokalturnier. Sie verrät im Vorfeld, welchen Bezug sie zum Fussball hat und worauf sich Besuchende freuen können.

Mit dem Auftritt der Stubete Gäng am 17. Juli spannt das OK des Pokalturniers in Rebstein SG den Bogen zwischen Sport und Unterhaltung. «Wir möchten das Pokalturnier stetig weiterentwickeln, um – nebst dem Kern Fussball – uns und das Angebot den sich verändernden Bedürfnissen anzupassen», erklärt OK-Präsident Joshua Boehrer.
Er ergänzt: «Daraus ist die Idee entstanden, eine Band zu engagieren, die auch über die fussballinteressierte Zielgruppe hinausgeht.»
Das Fussballturnier mit Mannschaften aus der Region von der 1. bis 3. Liga sei immer und werde immer Kern und DNA des Pokalturniers bleiben. Darum herum möchte das OK ein möglichst interessantes und vielfältige Bedürfnisse-abdeckendes Rahmen- und Unterhaltungsprogramm bieten.

«Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns dies in diesem Jahr mit dem Auftritt der Stubete Gäng am Freitag und den diversen Verweilmöglichkeiten vor Ort gelingen wird.»
Redaktion: Die Auftrittsspanne der Stubete Gäng reicht vom Auftritt am regionalen Fussballturnier wie dem Pokalturnier in Rebstein bis hin zum Moon & Stars in Locarno. Was gefällt euch am meisten an den Auftritten mit den verschiedensten Facetten?
Stubete Gäng: Es ist wirklich schön, an einem Tag in einem Festzelt zu spielen und am nächsten auf einer grossen Bühne zu stehen. Das Schönste daran sind aber immer die Menschen, die jeweils vor Ort mithelfen oder im Publikum sind und dadurch das alles erst möglich machen. Es braucht immer alle, damit ein Fest gelingt und allen Freude bereitet.
Redaktion: An welchem Auftritt ist es euch am wohlsten? Lieber heimelig vor überschaubarem Publikum oder auf der grossen Bühne?
Stubete Gäng: Wir mögen wirklich beides. Die Abwechslung schätzen wir. Konzerte auf grossen Bühnen sind immer wieder besonders, weil es sie nicht so oft gibt wie die Kleineren.
Aber auch die kleineren Konzerte sind immer wieder besonders, weil die Nähe zu den Zuschauern und Fans einen immer wieder auf neue Weise berührt. Speziell wohl fühlen wir uns auch auf unserer eigenen Samichlaus Tour, welche wir dieses Jahr zum dritten Mal organisieren.
Redaktion: Wie viele Konzerte spielt ihr jeweils ungefähr pro Jahr?
Stubete Gäng: Pro Jahr sind es meistens um die 70–80 Konzerte. Im Spitzenjahr hatten wir mal 120 Auftritte, das war dann aber schon ziemlich Rock’n’Roll.
Redaktion: Passt ihr eure Show jeweils auf den jeweiligen Anlass an?
Stubete Gäng: Ja, wir geben uns immer Mühe, auf die lokalen Gegebenheiten einzugehen. Manchmal sind es unsere Konzertbesucher, manchmal ist es der Anlass selbst, manchmal sind es Dinge auf und neben der Bühne, die wir kurzerhand irgendwie in unsere Show integrieren. Wir mögen es spontan und improvisieren auch sehr gerne.
Redaktion: Welchen Zeitpunkt würdet ihr selbst als den Durchbruch der Stubete Gäng bezeichnen?
Stubete Gäng: Das war eigentlich gleich zu Beginn, mit unserem ersten Auftritt im Samschtig-Jass im Mai 2019. Da zeigten wir uns mit «Göschene Airolo» zum ersten Mal der grossen Masse. Kurz darauf kam «Petra Sturzenegger» am ESAF 2019 in Zug so richtig bei den Leuten an.
Redaktion: Ihr lebt von der Musik, oder übt jemand von euch einen anderen Beruf aus?
Stubete Gäng: Seit einigen Jahren geht die Rechnung für Aurel und Moritz auf, dass wir von der Musik leben können. Das war natürlich nicht von Anfang an so. Die anderen Mitglieder der Gäng haben teilweise noch andere Projekte, Tätigkeiten oder Berufe, welche sie ausüben.

Redaktion: Welche Eigenschaft bringt jedes Bandmitglied mit, ohne die die Stubete Gäng nicht funktionieren würde?
Stubete Gäng: Wir sind eine Gruppe von Menschen. Da braucht es immer wieder Kompromissbereitschaft, Gehör und Mitgefühl für seine Mitmenschen, Verantwortungsbewusstsein und Disziplin und mindestens so viel Leichtigkeit und Freude am gemeinsamen Tun, damit man auch mit Erfolg am Boden bleibt, und wir als Gruppe weiterhin gut miteinander Musik machen können.
Redaktion: Ihr vereint mehrere Generationen in einer Band. Welche Diskussion führt ihr heute noch regelmässig, obwohl ihr euch eigentlich längst kennen müsstet?
Stubete Gäng: Diskussionen haben wir gar nicht so oft. Am ehesten diskutieren wir darüber, was wir anziehen sollen.
Redaktion: Was ist das für ein Gefühl, wenn eure Lieder an Sportveranstaltungen für Stimmung sorgen und alle mitsingen können? Sei es an der Eishockey-WM oder aber auch bei wichtigen Fussballspielen?
Stubete Gäng: Das ist schon immer irgendwie etwas surreal und natürlich ganz besonders schön. Es macht uns mega Freude und auch etwas Stolz, dass unsere Musik irgendwie einen Weg gefunden hat, da zu landen, wo die Freude wohnt. Das war vielleicht die einzige Absicht, als wir mit der Stubete Gäng gestartet sind.
Redaktion: Ihr wart am 11. April bereits in Grabs am Frühlingsfest. Welchen Eindruck hattet ihr vom Rheintal? Was blieb euch positiv/negativ in Erinnerung?
Stubete Gäng: Es war damals ein wunderbar warmer Frühlingstag und wir haben draussen vor der Halle auf der Wiese Fussball gespielt. Davor waren wir beim Flohmarkt und sind zum Schloss Werdenberg hinauf spaziert.
Eine schöne Gegend. Die Leute wissen, wie man Feste feiert, sind freundlich und gesellig.
Redaktion: Ihr spielt am 17. Juli in Rebstein am Pokalturnier. Wie steht ihr selbst zum Thema Fussball?
Stubete Gäng: Wir sind zwei alte Ballkünstler. Wir spielten beide beim SC Cham. Aurel bis in die Promotion League. Moritz hat nach den B-Junioren die Ausfahrt zum Spielfeldrand als Kinderfussball-Trainer genommen. Im Jahr 2022 folgte der Höhepunkt: Wir gewannen das Grümpi Hagendorn.
Redaktion: Wer aus der Band wäre wohl auf welcher Position auf dem Platz am stärksten und weshalb?
Aurel: Der Spielmacher. Er ist unser Captain und im zentral-offensiven Mittelfeld unterwegs. Als Spielführer brüllt er zum Angriff auf das gegnerische Tor und grätscht defensiv alles nieder, was an ihm vorbei will.
Moritz: Hängende Spitze. Immer irgendwo zwischen Angriff und Mittelfeld. Immer bereit für eine Überraschung, von der er am Ende selber nicht weiss, wie das funktionieren konnte.
Hans: Der Knipser. Mit seiner charismatischen Art, seinem Humor und seinem Talent versenkt er jeden Ball mühelos mit einem Augenzwinkern. Leider fällt er diese Saison aber oft altersbedingt aus.

Claudio: Der Trainer. Claudio war Turnlehrer und ist mit 78 Jahren unglaublich fit. Er kennt den Körper, die Ernährung, weiss wie man richtig trainiert und worauf es ankommt.
Er führt uns super durch die Saison und wenn wir auf dem Platz dann mal nicht mehr können, wechselt er sich selbst ein und sorgt so für den nötigen Unterschied.
Simon: Der Goalie. Er hält mit seinen Schlagzeug-Händen jeden Schuss und schickt die Bälle schnell nach vorne.
Oli: Innenverteidiger und Materialwart. Er analysiert den Gegner und das Spiel sehr genau und hat einen Koffer, in dem alles drin ist, was es gibt, und irgendwann irgendwie helfen könnte.
Info
Das Pokalturnier findet am 15., 17. und 18. Juli in Rebstein statt.
Vorverkauf für das Konzert der Stubete Gäng und alle Informationen unter www.pokalturnier.ch.
Seraphim: Linker Flügel. Er hat eine Pferdelunge, ist beidfüssig talentiert und schlägt die gefühlvollsten Flanken.
Atanas: Der Joker. Seine Sololäufe sind legendär. Er ist immer heiss auf einen Kurzeinsatz. Unglaubliche Spielfreude und fantastisches Ballgefühl.
Redaktion: Worauf können sich die Besucher des Pokalturniers in Rebstein am meisten freuen?
Stubete Gäng: Auf ein wunderbares Fest. Das Pokalturnier ist doch bekannt dafür, dass der Schlusspfiff auf dem Feld gleichzeitig der Startschuss für die Party ist: Wir singen, tanzen und feiern gemeinsam mit allen Besuchern unsere zwei linken Beine und das Leben und freuen uns schon fest darauf, mit unserem Auftritteinen Beitrag zu leisten, damit das Pokalturnier 2026 uns allen noch lange in guter und freudiger Erinnerung bleiben wird.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst im «Rheintaler Boten» erschienen.








