Steuern

    Steuern: Online-Steuererklärung treibt Zürcher in Wahnsinn

    Bettina Zanni
    Bettina Zanni

    Zürich,

    Wer im Kanton Zürich die Steuern online einreichen will, hat Pech. Grund dafür ist ein Netzwerk-Teilausfall. Bereits am Sonntag kämpften User mit dem Tool.

    Steuern
    Beim Online-Tool für die Steuern im Kanton Zürich gab es eine Panne. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bereits am Sonntag konnten User ihre Steuern online nicht einreichen.
    • Auch am Montag hatte sich die Situation nicht entspannt.
    • Der Kanton Zürich meldete einen Netzwerk-Teilausfall.

    Sonntag ist Steuererklärungstag. Diese Rechnung ging für manche Zürcherinnen und Zürcher jedoch nicht auf.

    Teilweise stundenlang versuchten sie am Sonntag, online ihre Steuererklärung auszufüllen. «Ich stand extra früh auf, um die Steuererklärung zu erledigen», erzählt eine 35-jährige Stadtzürcherin.

    Hast du deine Steuererklärung schon eingereicht?

    Doch genützt habe ihr dies nichts, sagt sie. «Noch am Nachmittag sass ich vor dem PC und versuchte vergeblich, mich ins System einzuloggen.»

    Erst nach etlichen Versuchen am Nachmittag habe es geklappt, sagt sie.

    Langsam oder Fehlermeldungen

    Andere Steuerzahlende hatten weniger Glück. Nau.ch sind Fälle bekannt, in denen bei Usern aus dem Kanton Zürich am Sonntag stets dieselbe Meldung auftauchte.

    «Server konnte nicht rechtzeitig eine Antwort generieren. Bitte versuchen Sie es später nochmal.»

    Auch am Montag hatte sich die Situation nicht entspannt. «Im Moment besteht ein Netzwerk-Teilausfall», informiert der Kanton Zürich am Montag auf der Website von ZH Private Tax.

    Steuern
    Auch am Montagnachmittag streikt das System ZHprivateTax, um die Steuern einzureichen. - Screenshot

    Dieser Ausfall wirkt sich laut der Info auf die Performance von ZH Private Tax aus. «Das Bedienen der online Steuererklärung kann teilweise langsam sein oder kann durch Fehlermeldungen behindert werden.»

    Die Zürcher Staatskanzlei erklärt auf Anfrage: «Aufgrund eines Netzwerk-Teilausfalls dauert das Ausfüllen der Online-Steuerklärung zurzeit länger als gewohnt.»

    Welche Server von diesem Teilausfall betroffen sind, werde derzeit abgeklärt. «Es wird damit gerechnet, dass dieser Teilausfall in den kommenden Tagen behoben ist. Und dass die Online-Steuerrechnung dann wieder wie gewohnt ausgefüllt werden kann», sagt Sprecher Andreas Melchior.

    Steuern online einreichen ist beliebt

    Seit 2020 können die Zürcherinnen und Zürcher ihre Steuern online einreichen. Diese Form ist beliebt.

    Mehr als die Hälfte von allen Steuerpflichtigen im Kanton Zürich erledigt die Steuern komplett online. Dies sagte Andreas Zeltner vom kantonalen Steueramt kürzlich im «SRF-Regionaljournal Zürich Schaffhausen».

    Die Bernerinnen und Berner haben ihre Steuererklärung schon eingereicht. Dort lief die Frist bis zum 15. März.

    «In den vergangenen Jahren gab es wenige Meldungen über Performanceprobleme», sagt Dominik Rothenbühler zu Nau.ch. Diese hätten mit kurzzeitig auftretenden technischen Problemen zusammengehängt, so der Mediensprecher der Finanzdirektion des Kantons Bern.

    Dies war laut Rothenbühler der Fall bei einzelnen Funktionen von Taxme-Online.

    Noch nicht komplett online

    Etwa der Kanton Thurgau bietet noch keine vollständige Online-Steuererklärung an. Die Steuererklärungsdaten würden in ihrer Software eFisc erfasst, sagt ein Mediensprecher des Kantons Thurgau.

    Diese könnten dann samt den Belegen elektronisch übermittelt werden, so der Mediensprecher. «Bei dieser Übermittlung ist keine Überlastung des Systems vorhanden.»

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    Kommentare

    User #5862 (nicht angemeldet)

    AGOV ist meiner Meinung nach das grösste Übel. die Forderung nach einem dauerhaften Passwort für das Handy empfinde ich als Frechheit. wenn man das Passwort wieder löscht, ist das gespeicherte Login auf dem Handy wieder weg und man muss es zurücksetzten.

    User #6400 (nicht angemeldet)

    Dann macht die Steuererklärung halt am Sonntag in einer Woche...ist dieser Ausfall wirklich sooo dramatisch für die Zürcher:innen?

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