EU

    Ständeratskommission sagt deutlich Ja zum EU-Vertragspaket

    Redaktion
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    Bern,

    Mit 9 zu 3 Stimmen empfiehlt die APK-S ein Ja zu den Bilateralen III. Ende Monat entscheidet der Ständerat über zentrale Teile des Pakets.

    EU-Vertragspaket
    Das bilaterale Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU soll stabilisiert werden: Die federführende Ständeratskommission hat das neue Vertragspaket mit deutlichem Mehr angenommen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Ständeratskommission empfiehlt die Bilateralen III deutlich zur Annahme.
    • Sie stimmte mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung für das Vertragspaket.
    • Der Ständerat berät Ende Monat zuerst den Stabilisierungsteil.

    Nach monatelangen Beratungen über die Details des neuen Vertragspakets zwischen der Schweiz und der EU sendet die federführende Ständeratskommission ein deutliches Zeichen aus: Mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung beantragt sie ein Ja zu den Bilateralen III.

    In ihrer Gesamtabwägung unterstütze eine deutliche Mehrheit der Aussenpolitischen Kommission des Ständerats (APK-S) die Stabilisierung der Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU, hiess es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag.

    Die kleine Kammer wird Ende Monat in der Herbstsession darüber beraten und entscheiden.

    Ständerat berät zuerst Stabilisierungsteil

    Zuerst kommt der sogenannte Stabilisierungsteil an die Reihe, danach die neuen Abkommen über Lebensmittelsicherheit und Gesundheit. Das geplante Stromabkommen ist noch nicht behandlungsreif.

    Schlüsselthemen in den Debatten dürften die dynamische Rechtsübernahme, der Lohnschutz und eine Schutzklausel bei zu starker Zuwanderung in die Schweiz sein.

    Viel Raum einnehmen dürfte sodann die Frage, ob die EU-Verträge lediglich dem fakultativen Referendum unterstehen sollen. Oder ob, wie es etliche Ständeratsmitglieder wollen, ein obligatorisches Referendum und damit das schwieriger zu erreichende Ständemehr nötig sind.

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    Kommentare

    User #3974 (nicht angemeldet)

    Schade sie werden bei den nächsten Wahlen nicht mehr dabei sein können.

    User #1521 (nicht angemeldet)

    Wer glaubt, dass dieser mutlose Kniefall der Aussenpolitischen Kommission vor Brüssel die Interessen unseres Landes schützt, verkennt die weitreichende Tragweite dieses Vertragswerks fundamental. Mit diesem institutionellen Paket droht uns nicht nur die dauerhafte Unterwerfung unter eine einseitige dynamische Rechtsübernahme durch fremde Richter, sondern das bewusste Umgehen des zwingenden Ständemehrs durch das Polit-Establishment entmachtet unsere Kantone klammheimlich. Wer von den angeblichen Vorteilen überzeugt ist, darf keine Angst vor dem souveränen Volks- und Ständemehr haben, statt die echten Milliarden-Folgelasten im Bundesstaat einfach auszublenden. Wir lassen uns unsere Unabhängigkeit nicht für ein bürokratisches Brüsseler Diktat abkaufen.

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