Stadt muss sparen: Geht's St. Galler Volksbad an den Kragen?
Seit 1906 besuchen Wasserratten in St. Gallen das Volksbad. Es gilt als ältestes Hallenbad der Schweiz. Sparmassnahmen könnten aber nun das Aus bringen.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Volksbad in St. Gallen wurde 1906 eröffnet.
- Es ist schweizweit das älteste noch existierende Hallenbad.
- Doch wohl nicht mehr lange: Die Stadt muss sparen und will den Betrieb einstellen.
Der Charme des St. Galler Volksbades trifft einen spätestens beim Verlassen der Umkleidekabine. Sofort steht man am Beckenrad des 1906 eröffneten Hallenbads.
Gut möglich jedoch, dass diese Nostalgie nicht mehr allzu lange zu spüren sein wird. Denn wie SRF berichtet, steht das Volksbad vor dem Aus.
420'000 Franken sparen
Grund dafür ist wie so oft das liebe Geld. Die Stadt muss sparen. Und erhofft sich durch die Schliessung ab 2028 jährlich einen Wegfall von Kosten in Höhe von knapp 420'000 Franken.

Der zuständige Stadtrat Mathias Gabathuler begründet den Schritt unter anderem mit ausreichend Badealternativen.
So soll etwa im Herbst 2027 das neue Hallenbad Blumenwies wieder eröffnet werden. Es stünde dann doppelte Wasserfläche zur Verfügung. Das Volksbad bezeichnet der Stadtrat derweil als «Patient auf der Intensivstation» sowie als «wirklich marode».
Springen Private ein?
Fix ist das Aus derweil aber noch nicht. Im November berät das Stadtparlament über die Sparmassnahmen.
Gemäss SRF könnte das Hallenbad auch noch privat gerettet werden. Demnach sind die Schweizer Jugendherbergen im Gespräch. Diese prüften derzeit mittels Machbarkeitsstudie ein Engagement.








