Stadt-Land-Graben ist immer öfter zu sehen

Franco Arnold
Franco Arnold

Bern,

Auf dem Land stimmt man bürgerlich, in der Stadt links-grün. Dieser Stadt-Land-Graben klaffte seit 2013 bei jeder dritten Abstimmung auf – und somit häufiger als zuvor.

Bei der Durchsetzungsinitiative war der Stadt-Land-Graben am ausgeprägtesten.
Bei der Durchsetzungsinitiative war der Stadt-Land-Graben am ausgeprägtesten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Stadt-Land-Graben bei nationalen Abstimmungen tritt häufiger auf.
  • Allerdings ist dieser Graben weniger tief als auch schon.

In ländlichen Gebieten der Schweiz sind bürgerliche Parteien stärker, Städte werden oft von Links-Grün regiert. Wie die «NZZ» schreibt, zeigt sich dieser Stadt-Land-Graben auch vermehrt bei Eidgenössischen Abstimmungen.

Seit 2013 trat dieser Graben in 37 Prozent aller Urnengänge auf: Das heisst bei jeder dritten Abstimmung lagen die Ergebnisse von Stadt und Land mindestens 20 Prozentpunkte auseinander. Zwischen 1981 und 2013 war dies bloss bei jeder vierten Abstimmung der Fall.

Am stärksten war das unterschiedliche Verhalten an der Urne bei der Durchsetzungsinitiative zu sehen: Die Städte verwarfen sie im Februar 2016 mit 76 Prozent, die ländlichen Gebieten hätten sie mit 52 Prozent angenommen.

Graben weniger tief als früher

Wie die «NZZ» weiter schreibt, ist der Stadt-Land-Graben jedoch weniger tief als auch schon. Nie lagen Stadt und Land in den letzten vier Jahren mehr als 30 Prozentpunkte auseinander. Zuvor war dies jedoch bereits mehrmals der Fall.

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