Stadt Aarau will mit 10-Millionen-Budget Kulturhauptstadt werden

Keystone-SDA Regional
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Aarau,

Die Stadt Aarau will «Kulturhauptstadt Schweiz 2030» werden und rechnet mit Kosten von rund zehn Millionen Franken.

Stadt Aarau
Die Stadt Aarau bewirbt sich als Kulturhauptstadt der Schweiz für das Jahr 2030. (Archivbild) - keystone

Die Stadt Aarau bewirbt sich um den Titel «Kulturhauptstadt Schweiz 2030». Sie rechnet dafür mit Kosten von rund zehn Millionen Franken, von denen sie einen Viertel selber übernehmen will, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Antrag hervorgeht.

Der Einwohnerrat soll als Erstes einen Verpflichtungskredit von 2,5 Millionen Franken sprechen, um «den Weg für die Bewerbung im Dezember 2025 zu ebnen», wie es im Antrag heisst.

Das Gesamtbudget für das «Kulturhauptstadtjahr 2030» beläuft sich laut Stadtrat auf insgesamt 9,8 Millionen Franken. Drei Millionen Franken erhofft sich die Stadt dabei durch Sponsoren, Stiftungen, Gönner und Crowdfunding sowie Einnahmen. Der Rest von sechs Komma acht Millionen soll von der öffentlichen Hand – neben Aarau selbst auch vom Kanton und Bund sowie Swisslos und weiteren Gemeinden – getragen werden.

Mit der Bewerbung will der Aarauer Stadtrat die lokale Kulturszene stärken und zugleich den Standort national ins Rampenlicht rücken. Aarau sei durch seine zentrale Lage, die Vielfalt an Kulturschaffenden und das bereits bestehende Netzwerk prädestiniert für den Titel «Kulturhauptstadt».

Vielfältiges Programm und nachhaltige Impulse

Geplant wäre für 2030 ein thematisch breit gefächertes Programm, das die gesamte Vielfalt der Aarauer Kulturszene sichtbar machen soll. Neben klassischen Veranstaltungen in Theater, Musik, Literatur und Bildender Kunst setzt der Stadtrat auf partizipative Formate sowie Kooperationen mit Nachbargemeinden und der Region. Auch Vereine und freie Kulturschaffende sollen eng einbezogen werden.

Mit dem Projekt verbindet der Stadtrat zudem die Hoffnung, Aarau als lebenswerte, innovative Stadt zu positionieren. Sie soll 2030 als «Kulturhauptstadt» nicht nur Publikum aus der ganzen Schweiz anziehen, sondern auch nachhaltige Impulse für die Stadtentwicklung setzen.

Der Verein Kulturhauptstadt Schweiz will den Titel «Kulturhauptstadt Schweiz» alle drei Jahre vergeben. Der erste Titel geht 2027 an La Chaux-de-Fonds. Für das Jahr 2030 haben sich neben Aarau unter anderem die Städte Bellinzona, Lugano, Schaffhausen und Zug ins Rennen gebracht.

Wettbewerb um den begehrten Titel

Die Stadt Zug zog ihre Bewerbung wegen der hohen Kosten mittlerweile aber wieder zurück.

Kommentare

User #5236 (nicht angemeldet)

Per Definition ist eine politische Gemeinde mit mehr als 10'000 Einwohnern eine "Stadt". Aarau erfüllt diese Anforderung etwa 2 Mal. Eine richtige Stadt mit vielfältigem kulturellem Angebot, überregionalen Bildungsstätten, Sitz nationaler und internationaler Unternehmen, beeindruckender Architektur zusätzlich zu der aus dem Mittelalter stammenden Altstadt sowie touristischen Einrichtungen und stetem starken Wachstum, das ist Aarau allerdings alles nicht. Eine Kleinstadt wie Aarau, Wil SG, Frauenfeld, Baden, Brugg, Olten und Solothurn hat für ihre Bewohner ja durchaus auch ihren Reiz, aber mit 10 Millionen Franken daraus die "Kulturhauptstadt der Schweiz machen zu wollen, ist ein absolut sinnloses Unterfangen.

User #6293 (nicht angemeldet)

Wie in vielen anderen Städten entlang der Achse Zürich–Yverdon muss man sich als Besucher der Stadt zunächst zwischen Alkoholikern, Drogenkonsumenten und Tabakwolken hindurchmanövrieren. Das ist wirklich ein sehr schlechter erster Eindruck von der Stadt und fühlt sich auch später am Tag unsicher an. Auf einigen Bahnsteigen wird auch ganz offensichtlich mit Drogen gedealt (obwohl Olten noch viel schlimmer ist). Warum wird diese Belästigung überall toleriert? Geben Sie den besten Menschen einen anderen Ort in der Stadt, an dem sie sich treffen können. Der Bahnhof ist für Reisende und Besucher da. Nicht für Süchtige und zwielichtige Geschäfte. Wenn Sie das zuerst lösen, können Sie anschließend die Kulturliebhaber positiv empfangen.

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