Schweizer stürmen Badis trotz Bibber-Temperaturen
Zum Muttertags-Wochenende füllen sich die Badis in der Schweiz bei Sonnenschein und noch kühlen Wassertemperaturen erstmals richtig mit Leben.
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Das Wichtigste in Kürze
- Heute ist in vielen Schweizer Badis Saison-Start.
- Die Wassertemperaturen sind noch niedrig, aber Sonnenanbeter füllen bereits die Badis.
- Schon morgen wird Regen erwartet – daher gilt: heute noch Badespass geniessen!
Pünktlich zum Muttertags-Wochenende öffnen die Badis in der Schweiz. In St. Gallen starten am Samstag alle städtischen Freibäder in die Saison. Ebenso zahlreiche Anlagen in Bern, Luzern oder Chur.
Auch in Zürich beginnt an diesem Wochenende in den meisten Badis offiziell der Sommerbetrieb. Und das bei prachtvollem Wetter mit viel Sonnenschein und Temperaturen bis 25 Grad.
Auf der Pantschau-Wiese am Murtensee im Kanton Freiburg herrscht heute Samstag bereits Hochbetrieb.
«Viele sind am Sünnele, spielen Beachvolleyball und gehen Foilsurfen», berichtet ein Augenzeuge. Letzteres ist eine Wassersportart, bei der ein Unterwasserflügel das Surfbrett anhebt und es scheinbar schwebend über Wasser gleiten lässt.
Auch der Parkplatz ist voll. Heute findet nämlich in Murten das Surf Classic statt. «Einige wenige sind auch schon am Baden, doch der See ist aktuell noch frisch», berichtet der Augenzeuge. Um genau zu sein, liegt die Temperatur des Murtensees bei 16 Grad.
Wer sich ins Wasser traut, muss schlottern
Auch anderswo sind die Wassertemperaturen noch tief – und das schreckt viele Schweizerinnen und Schweizer vom Sprung ins Wasser ab. Sonnentanken in der Badi bleibt aber ein Hit.
Eine Nau.ch-Leserin sünnelet seit Sonntagmittag im Lorrainebad in Bern bei 21 Grad Lufttemperatur. «Es hat schon ein paar Leute, aber der Riesen-Andrang ist es nicht», berichtet sie.
Grund: Das Becken hat nur 13 Grad. Schlottern ist hier also garantiert.

Die Badis haben lange auf den Saisonstart hingefiebert.
Das Schwimmbad Weiermatt in Köniz BE teilt auf Anfrage von Nau.ch mit: «Der Start war sehr angenehm. Bis zum frühen Nachmittag hatten wir bereits 129 Gäste.»
Bis Betriebsschluss um 19 Uhr erwartet das Könizer Bad nochmals so viele Leute.
«Haben noch nicht viele nasse Badehosen gesehen»
Auch das Strandbad Lido in Luzern meldet zurückhaltenden Andrang. «Wir haben noch nicht viele nasse Badehosen gesehen», sagt eine Mitarbeiterin am Telefon. «Viele sind stattdessen auf dem Spielplatz oder schauen dem Volley-Turnier, das heute stattfindet, zu.»
Auch in der Stadt Zürich sind die städtischen Badis seit heute Vormittag offen. Der Livetracker «Badi aktuell» des Sportamtes zeigt: Nur das Seebad Enge ist am frühen Nachmittag bereits pumpenvoll.

In den meisten anderen Bädern in Zürich bleibt es ruhig.
Ein klarer Grund: Die Temperaturen. Am Oberen Letten misst die Limmat 15 Grad, am Unteren Letten 16 Grad. In den Freibädern selbst schwanken die Wassertemperaturen zwischen 17 und 23 Grad.
Parkplatz wegen Wander-Ansturm voll
Und auch Wanderer sind beim schönen Wetter unterwegs. Eine Leserin berichtet: «Der Parkplatz beim Moléson bei Gruyère FR ist voll. Wir mussten sogar an der Strasse parkieren und mit dem Shuttlebus hoch.»
Es seien viele Wanderer unterwegs. Gleichzeitig finde ein Kids-Radrennen statt.
Am Sonntag kommt der Regen
Wer das schöne Wetter auskosten will, sollte das noch heute tun. Schon morgen kommt der Regen.
In der Deutschschweiz bleibt es zunächst noch teilweise freundlich. Vor allem im Nordosten sind laut Meteo Schweiz noch 40 bis 60 Prozent der möglichen Sonnenscheindauer drin.
Doch im Laufe des Nachmittags entwickeln sich auch dort Schauer- und vereinzelt Gewitterzellen. Lokal könne es kurzzeitig auch kräftige Schauer geben.













