Schweizer Armee

    Schweizer Armee kauft Mini-Drohnen der Firma Lockheed Martin

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin liefert der Schweizer Armee noch dieses Jahr eine Flotte von Mini-Drohnen. Die Beschaffung kostet 8 Millionen Franken.

    säntis
    Gegnerische Minidrohnen gelten als wachsendes Risiko. Die Armee beschafft Abwehrsysteme und sichert sich Zugriff auf neue Technologien. - Lockheed Martin

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lockheed Martin liefert der Schweizer Armee noch dieses Jahr eine Flotte von Mini-Drohnen.
    • Die Beschaffung kostet 8 Millionen Franken.
    • Die Drohnen werden in der Infanterie und in den Rettungsgruppen eingesetzt.

    Der US-Rüstungskonzern liefert der Schweizer Armee noch im laufenden Jahr eine Flotte von Mini-Drohnen seines Typs Indago 3. Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) und der Konzern schlossen einen entsprechenden Vertrag. Die Beschaffung hat einen Umfang von acht Millionen Franken.

    Im Vertrag enthalten sind Optionen für Ersatzteile, Ausbildung, technische Unterstützung und zusätzliche Systeme für die Schweizer Armee. Dies teilte Lockheed Martin mit. Armasuisse bestätigte den Sachverhalt am Freitag.

    Drohnen werden an Bedürfnisse der Schweizer Armee angepasst

    In einer ersten Phase passt das Unternehmen die Drohnen an die Bedürfnisse der Schweizer Armee ab. Dazu gehören der Einbau eines Transponders mit Ausweichfunktion, die Installation eines Funkgeräts und eine Bodenkontroll-Software.

    Die erste Reihe wird im Laufe dieses Jahres ausgeliefert, die restlichen Systeme einige Monate nach der ersten Lieferung. Die Indago 3 sollen Aufklärung und Überwachung auf taktischer Ebene unterstützen. Einsetzen kann sie die Armee für die Informationsbeschaffung, Such-, Bergungs- und Rettungsarbeiten sowie in der Katastrophenhilfe.

    Nur 2,3 Kilogramm schwer

    Gemäss Lockheed Martin ist die Mini-Drohne mit einem Gewicht von 2,3 Kilogramm leicht im Rucksack mitzunehmen. In drei Minuten ist sie einsatzbereit. Sie ist einfach zu bedienen und erfordert somit nur minimale Ausbildung. Angetrieben wird sie durch vier Rotoren.

    Je nach Nutzlast hat die Mini-Drohne eine Flugzeit von 50 Minuten und eine Reichweite von zehn Kilometern. Die Normalgeschwindigkeit beträgt 25 Knoten (ca. 45 km/h), das Spitzentempo 40 Knoten (gut 70 km/h). Sie verträgt Temperaturen von minus 34 bis plus 49 Grad.

    Infanterie und Rettungstruppen

    Gedacht sind die Drohnen für die Infanterie und Rettungstruppen. Nach Erkenntnissen des VBS besteht bei den Bodentruppen eine Lücke bei der Beschaffung von Bildinformationen im Einsatzgebiet.

    Schweizer Armee
    Die Aufklärungsdrohne Hermes 900 HFE der Schweizer Armee auf dem Militärflugplatz in Emmen LU. - keystone

    Insbesondere trifft das auf kleinere Einheiten im Feld zu. Diese können in der Regel nicht auf die grösseren Aufklärungsdrohnen oder Super-Puma-Helikopter zurückgreifen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    21 Interaktionen
    Drohnen-Video
    Isone Grenadier
    554 Interaktionen
    RS-Todesfall in Isone
    Mathieu M.
    159 Interaktionen
    Kam nicht aus Waadt
    Kärcher
    18 Interaktionen
    40 Leute im Einsatz

    MEHR SCHWEIZER ARMEE

    Li Qiang China
    2 Interaktionen
    Peking
    Bantiger
    2 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    Hornissen Balkon Bern
    43 Interaktionen
    Leser staunt
    Auszeichnung winkt
    Fahrzeugfahndung
    3 Interaktionen
    Für Fahrzeugfahndung
    Gaza
    310 Interaktionen
    Neue Gaza-Demo