Arbeitsmarkt

    Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin stark

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Im dritten Quartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent.

    Schweizer Arbeitsmarkt
    Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Vereinbarungen zum Lohnschutz zwischen den Sozialpartnern. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch im dritten Quartal geht es dem Schweizer Arbeitsmarkt gut.
    • 5,15 Millionen Menschen waren arbeitstätig.
    • Auch die Arbeitslosigkeit lag tiefer als in der Vorjahresperiode.

    Dem Schweizer Arbeitsmarkt geht es weiterhin sehr gut. Im dritten Quartal nahm die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,8 Prozent zu. Somit waren 5,15 Millionen Menschen in der Schweiz arbeitstätig.

    Ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) stieg die Gesamtbeschäftigung gar um 1,2 Prozent an, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorquartal gab es jedoch kaum eine Veränderung: Die Zahl der Erwerbstätigen blieb stabil, die Zahl der VZÄ ging (saisonbereinigt) um 0,3 Prozent zurück.

    Die Zahl der berufstätigen Männer nahm im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent zu, während sie bei den erwerbstätigen Frauen um 0,1 Prozent sank. Zudem hatten mehr ausländische Arbeitskräfte hierzulande eine Arbeit. Ihre Beschäftigung nahm um 3,7 Prozent zu. Die Erwerbstätigkeit der Schweizerinnen und Schweizer hingegen ging um 0,6 Prozent zurück.

    Tiefe Arbeitslosenquote

    Auch die Arbeitslosigkeit lag gemäss der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im dritten Quartal tiefer als in der Vorjahresperiode. Die Erwerbslosenquote lag bei 4,3 Prozent nach 5,1 Prozent im Vorjahr. Mit 212'000 erwerbslosen Menschen gab es in absoluten Zahlen also 41'000 weniger Arbeitslose.

    Schweiz Arbeitslosigkeit
    Schweizweit waren Ende Mai 127'944 Personen in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos gemeldet. (Symbolbild) - Keystone

    Gegenüber dem zweiten Quartal hat die Zahl jedoch zugelegt: Die Erwerbslosenquote lag gemäss ILO bei 4,3 Prozent nach 4,1 Prozent im zweiten Quartal. Saisonbereinigt nahm sie jedoch um 0,1 Prozentpunkte ab, wie es heisst.

    Damit liegt die Schweiz im internationalen Vergleich weit vorn. In der EU etwa lag die Erwerbslosenquote im dritten Quartal bei 6,0 und in der Eurozone bei 6,6 Prozent. Noch besser sehen allerdings die offiziellen Zahlen des SECO aus, welches die Zahlen der beim RAV gemeldeten Personen auswertet. Diesen zufolge sank die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Oktober auf einen zwanzigjährigen Tiefstand. Zuletzt lag die Quote bei 1,9 Prozent, in den Monaten des dritten Quartals lag sie bei 2,0 Prozent und Juli und August und bei 1,9 Prozent im September.

    Den ILO-Angaben zufolge nahm auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen deutlich ab. So waren im dritten Quartal 2022 77'000 Menschen für mindestens ein Jahr ohne Arbeit – das sind 30'000 weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Anteil der Langzeiterwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbslosen sank somit auf 36,4 von 42,4 Prozent.

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