Schweiz will weitere 30 Millionen für Afghanistan bereitstellen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Im Hinblick auf die humanitäre Notlage in Afghanistan hat Aussenminister Cassis dem Land weitere Unterstützung in Höhe von 30 Millionen Franken zugesagt.

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    Bundesrat Ignazio Cassis ist der Vorsteher des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz wird Afghanistan weiter finanziell unterstützen.
    • Bundesrat Cassis hat an der virtuellen Uno-Konferenz von 30 Millionen Franken gesprochen.
    • Zwischen Afghanistan und der Schweiz laufen diverse Kooperationsprojekte.

    Die Schweiz will weitere finanzielle Mittel für Afghanistan bereitstellen. Aussenminister Ignazio Cassis hat am Donnerstag an einer virtuellen Uno-Konferenz 30 Millionen Franken bis Ende 2022 in Aussicht gestellt.

    Die Schweiz sei äusserst besorgt über die Verschärfung der Notlage und die sich verschlimmernde Menschenrechtssituation in Afghanistan. Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mit.

    Die Schweiz will für Afghanistan und die umliegenden Länder bis Ende 2022 weitere 30 Millionen Franken bereitstellen. Dies gemäss der Ankündigung von Cassis. Dies entspreche zum grössten Teil dem regulären Budget für das Land.

    Nur Geld geben reicht nicht

    Cassis habe weiter betont, dass die finanzielle Unterstützung alleine nicht ausreichen werde. Der Aussenminister habe verlangt, dass die Menschenrechte und insbesondere das Recht auf Bildung eingehalten werden. Dies vor dem Hintergrund der von den afghanischen de-facto-Behörden jüngst verfügten Schulschliessungen für Mädchen ab 12 Jahren.

    afghanistan
    Nur wenige afghanische Mädchen können zur Schule. - Keystone

    Die Machtübernahme der Taliban und der Zusammenbruch der republikanischen Regierung laut EDA die bereits massive humanitäre Krise weiter verschärft. Dasselbe gilt für die Auswirkungen der Sanktionen auf die Bevölkerung. Mittlerweile sei ein grosser Teil der afghanischen Mittelklasse in die Armut gerutscht.

    Afghanistan ist ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) setzt mit einem Budget von jährlich mindestens 27 Millionen Franken ein Kooperationsprogramm um. Dies seit dem Jahr 2002.

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