Schule im Seeland: Auszeit statt Ausschluss für Problem-Schüler

Redaktion
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Biel/Bienne,

Eine Schule im Berner Seeland geht bei verhaltensauffälligen Kindern einen neuen Weg. Sie setzt auf Spiel und Spass – bevor es zum Schulausschluss kommt.

Schule Schüler Unterricht
Verhaltensauffällige Kinder erhalten in einer Schule im Berner Seeland eine Auszeit, bevor es zum Schulausschluss kommt. (Symbolbild) - keystone

Die Schule Studen Aegerten im Berner Seeland hat ein neues Konzept entwickelt: das Entlastungsangebot «Loop». Verhaltensauffällige Kinder erhalten dort eine Auszeit, bevor es zum Schulausschluss kommt.

Die Kinder können im Programm das tun, worauf sie Lust haben. Spielen, herumtollen, einkaufen oder kochen stehen auf dem Programm.

Schulleiterin Christine Stehlé hat das Programm ins Leben gerufen. Die Leitung übernahm Lehrerin Nora Sieber.

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Kinder, die «Loop» besuchen, seien für sich selbst, für die Klasse und für die Lehrpersonen nicht mehr tragbar gewesen.

«Das Angebot soll keine Strafe sein, sondern Raum schaffen», erklärt Sieber bei SRF. «Es geht darum, dass sich die Kinder wieder spüren.» Das Ziel sei es, die Schülerinnen und Schüler zur Ruhe kommen zu lassen.

«Das hat viel gebracht»

Von Zeit zu Zeit beschäftigen sich die Kinder auch mit dem Unterrichtsstoff. Das steht allerdings nicht an oberster Stelle. «Kinder in Krisen können sowieso nicht – oder nur bedingt – lernen», erklärt Sieber.

Die ersten Erfahrungen mit dem Projekt fallen positiv aus. Eine Mutter berichtet bei SRF über die Fortschritte ihrer Tochter. Sie sagt: «Sie lernte, mit Konflikten umzugehen, oder wann sie sich zurückziehen muss. Das hat viel gebracht.»

Schüler Schule Klassenzimmer
Die Kinder können beim Entlastungsangebot «Loop» das tun, worauf sie Lust haben. Spielen, herumtollen, einkaufen oder kochen stehen auf dem Programm. (Symbolbild) - keystone

«Loop» steht Kindern ab dem Kindergarten bis zur neunten Klasse offen. Sie besuchen das Programm während vier Wochen. Anschliessend geht es zurück in die Regelklasse.

Die Schule Studen Aegerten will eine Erweiterung des Angebots. Sie möchte mit den Nachbarsgemeinden zusammenarbeiten. So würden auch andere Schulen von «Loop» profitieren können.

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Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Warum wehrt man dich so gegen B Klassen ? Dort wird nach gemässigtem Tempo gelernt und wird auch vermehrt auf sie eingegangen. Wenn sie 4 Wochen meist nur spielen, wie wollen sie das Versäumte nachholen, wenn sie wieder in die normale Klasse kommen ?

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