Wegen der Corona-Krise rechnet die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) mit einem Anstieg der auf Sozialhilfe angewiesene Personen in den nächsten zwei Jahren. Eine Auswertung von Mitte Mai zeigt bereits ein leichter Anstieg der Sozialhilfefälle in der Schweiz.
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Obdachlose Menschen müssen bei der Sozialhilfe angemeldet sein, wenn sie Hilfe bei der Lösung des Problems wollen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss der ersten Umfrage bei den Sozialdiensten ist Mitte Mai gesamtschweizerisch ein leichter Anstieg der Fallzahlen um 2,7 Prozent bemerkbar, wie die Skos am Montag mitteilte.

In der Romandie und der Zentralschweiz sei der Anstieg mit 4,4 Prozent und 4,2 Prozent gegenüber dem Durchschnittsmonat vor einem Jahr deutlich.

In den Regionen Nordwestschweiz (+0,9 Prozent), Ostschweiz (+0,6 Prozent) und im Kanton Tessin (+2,3 Prozent) sei der Anstieg nur leicht. Die Skos geht davon aus, dass sich das ganze Ausmass der Krise auf den Anstieg der Sozialhilfe erst nach einigen Monaten bemerkbar machen wird.

Im Moment wirkten noch die Instrumente der Arbeitslosenversicherung und die Corona-Erwerbsersatzentschädigung, so die Skos. Zudem könne Sozialhilfe erst dann bezogen werden, wenn das Vermögen aufgebraucht ist.

Die Skos hat die Auswertung zu den Fallzahlen in der Sozialhilfe in Koordination mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) realisiert. Insgesamt repräsentieren die Teilnehmenden 57 Prozent der Sozialhilfebeziehenden in der Schweiz.

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