Säntispark: Jugendliche (12) zünden WCs an

Kira Schilter
Kira Schilter

Stadt St. Gallen,

Ein Papierspender im WC des Säntisparks wurde angezündet: von drei Jugendlichen. Vielleicht ist es nicht der erste Brand, den die jungen Täter gelegt haben.

Verbranntes WC Säntispark
Der starke Rauch, der vom Papierspender ausging, führe zu einer weiten Evakuierung des Säntisparks in St. Gallen. - Kantonspolizei St. Gallen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die St. Galler Kantonspolizei findet heraus, wer hinter dem Brand im Säntispark-WC steckt.
  • Die drei jugendlichen Täter haben den Papierhandtuch-Spender angezündet.
  • Gebäude in der Nähe melden ebenfalls Brandstiftungen – vielleicht auch Taten der drei.

«Es brennt im WC!», hiess es Ende Januar in der Tiefgarage des Säntisparks im Kanton St. Gallen: Der Papierhandtuch-Spender wurde von Unbekannten angezündet.

Entstanden sind Sachschäden im Wert von mehreren 10'000 Franken.

Der starke Rauch zwang zur Evakuierung eines grossen Teils des Einkaufszentrums, wie die Kantonspolizei St. Gallen damals berichtete.

Nun scheint es Fortschritte bei den Ermittlungen zu geben, schreibt «FM1 Today». Dank Überwachungskamera-Aufnahmen konnten die mutmasslichen Täter identifiziert werden. Die Verdächtigen sind zwei 12-jährige Schweizer und ein 13-jähriger Kosovare.

Kein Einzelfall?

Doch dies könnte nur die Spitze des Eisbergs sein: «Nach dem Brand im Säntispark wurden uns ähnliche Vorfälle im Westcenter, der Shopping Arena oder auch in Abtwil selbst gemeldet». Das erklärt Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der Kantonspolizei St. Gallen.

Dies lässt vermuten, dass das jugendliche Trio möglicherweise für weitere Brandstiftungen in Toiletten verantwortlich ist. «Welcher Jugendlicher wie involviert war, wissen wir Stand jetzt nicht. Sie beschuldigen sich auch gegenseitig. Dass wir an den richtigen drei dran sind, wissen wir aber mittlerweile», bestätigt Krüsi gegenüber «FM1 Today».

Haben Sie schon einmal einen Brand aus der Nähe miterlebt?

Die Polizei muss nun klären, ob es sich um gezielte Brandstiftung handelt und wer die Anführer oder Mitläufer sind. «Vielleicht waren sie sich nicht bewusst, was sie durch ihr Handeln auslösen können. Vielleicht haben sie den Abfalleimer im Zuge einer Mutprobe oder aus Langeweile angezündet», so Krüsi.

Der Fall geht jetzt an die Jugendanwaltschaft.

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