Regionalfernsehen Canal B sendet ab Juli aus Biel
Der Regional-TV-Sender Canal B steht in Biel am Start. Am 1. Juli um 18.30 Uhr können Zuschauerinnen und Zuschauer erstmals Nachrichten aus den Regionen Biel und Grand Chasseral, auch als Berner Jura bekannt, mitverfolgen.

Die Sendungen werden auf zwei Sprachkanälen ausgestrahlt, je auf Französisch und auf Schweizerdeutsch.
«Am 1. Juli sind wir startklar», betonte Christian Willi, Generaldirektor von Canal B, anlässlich eines Medienbesuches in den Studios am Mittwoch in Biel. «Wir wollen ein Fernsehsender sein, der Verbindungen schafft und das Zusammenleben fördert.»
Wenige Tage vor dem Start standen in den Räumlichkeiten noch Kabel und Leitern herum.
Das Sendegebiet erstreckt sich über drei Kantone und erreicht rund 320'000 Menschen in 120 Ortschaften, wie Willi erklärte. Der neue Fernsehsender wird über das aktuelle Geschehen in der Region Biel, Grand Chasseral, im Seeland, im Freiburger Seebezirk und im Ballungsraum Grenchen SO berichten.
Canal B verfolgt einen neuen Ansatz mit einem Fernsehsender, einer Redaktion und zwei Sprachkanälen, die jeweils eine Nachrichtensendung ausstrahlen werden. «Wir sind von diesem Ansatz überzeugt», bekräftigte der Generaldirektor und betonte, dass Werbekunden eine bestimmte Sprachgruppe gezielt ansprechen können.
Canal B gehört der Neuenburger Produktionsfirma Mystik SA. Auf dem Programm stehen vorderhand Nachrichten, Wetter und eine Sendung mit dem Titel «1 jour 1 idée» (ein Tag, eine Idee).
«Das Programm ist quantitativ bescheiden, aber qualitativ anspruchsvoll», meinte der Generaldirektor. Das Programmangebot soll nach den Sommerferien erweitert werden.
Laurent Kleisl ist Chefredaktor des französischsprachigen Kanals und Aline Studer Chefredaktorin des schweizerdeutschen Kanals. Die Redaktion zählt derzeit zehn Medienschaffende. Diese Zahl soll schrittweise auf 20 bis 25 Personen erhöht werden. «Drei Journalisten von TeleBielingue sind zu uns gestossen», sagte Willi der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der Bieler Sender TeleBielingue hielt bisher die Konzession für die Region, verlor sie aber an Canal B. TeleBielingue führte beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesamtes für Kommunikation – ohne Erfolg.






