Regen bringt nicht gewünschtes Ergebnis für Rhein Schifffahrt

    Brendan Bühler
    Brendan Bühler

    Basel,

    Seit mehr als einer Woche verkehrt die Rheinschifffahrt stark eingeschränkt. Auch der ersehne Regen am Wochenende half nur wenig.

    Der Pegelstand des Rheins ist so tief, dass der Betrieb am Basler Hafen eingestellt ist.
    Der Pegelstand des Rheins ist so tief, dass der Betrieb am Basler Hafen eingestellt ist. - Nau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Rheinschifffahrt ist wegen des Wassermangels noch immer eingeschränkt.
    • Der Regen am Wochenende brach keine Besserung.

    «Der Regen brachte zwar Wasser, aber nicht wie erwünscht», sagt Heinz Amacker, Schweiz-Chef der Reederei Danser. Vergangen Woche sagte er gegenüber Nau, dass er auf Regen hoffe. Nur dann könne die Rheinschifffahrt wieder aufgenommen werden. 

    Doch der Regen am Wochenende brachte nur eine leichte Verbesserung. «Es müsste zwei Wochen lang regnen, um das Manko aufzuholen», so Amacker. Man sei hin- und hergerissen, auch weil der Wetterbericht nicht eindeutig sei. 

    Unglückliche Situation

    Die Reederei musste gar Kurzarbeit einführen. Das genaue Ausmass der Ausfälle könne noch nicht beziffert werden. Jedoch werde ein erstes Schiff wieder zum Teil beladen, in der Hoffnung, dass es fahren kann. «Wir befinden uns aber immer noch im Stand-by-Modus», sagt Amacker «Es ist eine unglückliche Situation, da wir nicht wissen, wann es weitergeht.» 

    Ein Transportschiff fährt auf dem Rhein. Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Binnenschiffe nur noch eingeschränkt fahren.
    Ein Transportschiff fährt auf dem Rhein. Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Binnenschiffe nur noch eingeschränkt fahren. - Keystone

    In zwei Tagen soll aber Klarheit herrschen. Der Wasserpegel am Rhein steht bei knapp fünf Meter. Laut Simon Oberbeck, Kommunikationschef der Schweizerischen Rheinhäfen, brauche es aber mindestens einen Pegel gegen sechs Metern, um einen Normalbetrieb zu garantieren. 

    Altes Schiff im Vorteil

    Vom Wassermangel weniger tangiert ist die Pamina Tankschifffahrt AG. Der Grund sind ihre Einhüllenschiffe. Deren Rumpf ist weniger tief als bei den Doppelhüllenschiffe. «So können unsere Schiffe auch Kleinwasserfahrten ausführen», sagt Geschäftsführer Roger Mehlin.

    Schiffe fahren bei Niedrigwasser über den Rhein.
    Schiffe fahren bei Niedrigwasser über den Rhein. - dpa

    Jedoch ist es die letzte Saison seiner Schiffe. Aus Sicherheitsgründen werden die Einhüllenschiffe ab Januar 2019 verboten. Die Auslaufgefahr ist bei einer Doppelhülle geringer. Die Pamina Tankschifffahrt AG habe aufgrund des Wassermangels «historisch hohe Frachtraten», da ihre Schiffe noch fahren konnten. 

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