Rapperswiler Kinderzoo setzt auf alternatives Futter für Elefanten
Heu ist derzeit in Knies Kinderzoo in Rapperswil-Jona SG knapp. Deshalb stehen bei den Elefanten neben dem klassischen Futter vermehrt Weiden- und Haseläste auf dem Speiseplan. Der Zoo setzt auf Gemeinden, Forstbetriebe und Private, die geeigneten Grünschnitt liefern können.

Heu sei bei Knies Kinderzoo in Rapperswil derzeit ein knappes Gut, meldete der «Tages-Anzeiger» vor Kurzem. Grund dafür sei die anhaltende Trockenheit in diesem Sommer. Der Kinderzoo setzt deshalb laut Artikel bei einigen Tieren, allen voran den Elefanten, auf eine Futter-Alternative. Gegenüber Keystone-SDA bestätigt Sibylle Marti, die Direktorin von Knies Kinderzoo, die Meldung am Telefon.
Weiden- und Haseläste sind beliebt
«Wie Landwirtschafts- und andere tierhaltende Betriebe, muss auch der Kinderzoo haushälterisch mit seinen Heuvorräten umgehen», sagt sie. Verfüttert werden nun neben Heu auch vermehrt Reste, die bei Schnitt- oder Pflegearbeiten anfallen. Mögliche Lieferanten von solchen Resten sind laut Marti Gemeinden, Forstbetriebe und Gartenbauer, aber auch Private.
Einfach die «Abfälle» der Grünabfuhr an die Elefanten zu verteilen, gehe aber nicht, betont sie. «Es könnten giftige oder gespritzte Pflanzen darunter sein.» Besonders geeignet seien Äste von Weiden- und Haselsträuchern. «Die fressen die Elefanten besonders gern.» Aber auch Schnitt von Ahorn, Birke oder Pappel könnten verfüttert werden.
«Ein Elefant frisst pro Tag und je nach Appetit zwischen 100 und 120 Kilogramm», führt die Zoodirektorin aus. «Der Zoo insgesamt benötigt pro Tag ungefähr eine Tonne Heu.» Neben den Elefanten werde auch an Giraffen, Geissen, Ponys, Kamele und Zebras Heu verfüttert. Der Löwenanteil falle allerdings auf die Elefanten ab.
Gemüse als «Nahrungsmittelergänzung»
«Der Idealfall wären regelmässige Lieferanten von Grünschnitt für die Tiere», sagt Marti. «Wir telefonieren zwar nicht einzelne mögliche Bezugsquellen ab, aber wir sind auch schon von uns aus auf passende Betriebe zugegangen.» Mit dem Forstdienst der Gemeinde Rapperswil-Jona habe man eine solche Abmachung besiegeln können. Ansonsten warte man nun einmal ab, wer sich melde und Schnittgut liefern könne. Je mehr Material der Zoo bekomme, desto besser sei es.
Wie andere Tiere im Zoo fressen Elefanten gemäss Marti auch Gemüse. «Aber wir wissen nicht, wie sich die Trockenheit des Sommers auf die Gemüseproduktion auswirkt und wie viel davon wir beschaffen können. Es sei zwar vitaminreich, und die Elefanten frässen es gerne – am liebsten Randen und Rüebli. Aber Gemüse sei nur «eine Nahrungsmittelergänzung» und werde deshalb in geringen Mengen verfüttert.






