Prozess zu strittigem Grundstückverkauf in Oberägeri gestartet
Vor dem Strafgericht Zug stehen sich seit heute Montagmorgen ein Bruder als Beschuldigter und eine Schwester als Privatklägerin gegenüber. Der Mann soll Grundstücke am Ägerisee zu günstig verkauft haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten und einem mutmasslichen Mittäter ungetreue Geschäftsbesorgung vor, einem dritten Angeklagten Gehilfenschaft dazu. Der Käufer der Grundstücke soll sich der Geldwäscherei schuldig gemacht haben. Die Strafanträge will die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer bekannt geben.
Die beiden Geschwister hatten die drei zusammenhängenden Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 4800 Quadratmeter von ihrer Mutter geerbt. Die Tochter der Frau besass ebenfalls einen Anteil daran.
Die Grundstücke befanden sich in einem Familienholdingkonstrukt. 2017 verkaufte der Bruder das Areal für 16 Millionen Franken, obwohl es mindestens 3 Millionen Franken mehr wert gewesen sein soll. Für den Prozess hat das Strafgericht Zug neun Verhandlungstage reserviert.






