Polarlichter erhellten Schweizer Abendhimmel
Über der Schweiz waren in der Nacht Polarlichter zu sehen. Vor allem im Wallis und im Bündnerland konnte das Spektakel beobachtet werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die SChweiz erlebte den stärksten Sonnensturm seit 20 Jahren.
- Die Folge waren Polarlichter am Nachthimmel.
- Neben Rot und Blau waren auch grüne Polarlichter zu sehen, was in der Schweiz selten ist.
Am späten Montagabend erhellten Polarlichter den Schweizer Nachthimmel. Beispielsweise über Monthey VS oder über Davos GR war das Spektakel zu beobachten.
Der Himmel im Wallis leuchtete direkt über dem Horizont im seltenen Grün, weiter oben in einem starken Rot. Im Bündnerland hingegen war der Himmel oben rot und weiter unten bläulich gefärbt. Im Mittelland verhinderten verbreitet Nebel und Hochnebel unterhalb von rund 700 bis 800 Metern die Sicht.

Nordlichter entstehen, wenn geladene Teilchen von der Sonne im richtigen Winkel auf die Erdatmosphäre treffen. Vor allem im hohen Norden ist das Spektakel im Winter regelmässig zu beobachten. Weiter südlich sind sie relativ selten. In der Schweiz sind sie im vergangenen Jahr einige Male zu sehen gewesen.
Störungen beim Stromnetz?
Wie «MeteoNews» mitteilt, handelte es sich um den stärksten geomagnetischen Sturm seit über 20 Jahren. Der geomagnetische Sturm erreichte die Stufe 4 auf einer fünfstufigen Skala und könnte Störungen bei Stromnetzen und Satelliten verursachen, erklärte Shawn Dahl vom US-Zentrum für Weltraumwettervorhersage (SWPC). Der Sturm habe am Montag begonnen und dürfte am Dienstag anhalten, im Tagesverlauf jedoch an Intensität verlieren.
Zwar habe es im Jahr 2024 erstmals seit 20 Jahren wieder einen Sturm der höchsten Stufe 5 gegeben, doch sei der aktuelle Sonnensturm der stärkste seit 2003, sagte Dahl. Damals hatte ein sogenannter Halloween-Sonnensturm unter anderem in Schweden grossflächige Stromausfälle verursacht und Energieinfrastrukturen in Südafrika beschädigt.
Der aktuelle Sturm wurde laut Dahl durch eine starke Sonneneruption ausgelöst. Dabei ausgestossene Teilchen können das Erdmagnetfeld stören, was neben Nordlichtern auch Beeinträchtigungen des Funkverkehrs, Probleme bei Satelliten sowie Überlastungen im Stromnetz zur Folge haben kann. Nordlichter könnten dabei auch in Regionen auftreten, in denen sie sonst kaum zu beobachten sind.








