Parmelins Käppi wird für Händler zum Mega-Hit
Vom WM-Auftritt zum Verkaufshit: Guy Parmelins rotes Käppi geht weg wie warme Weggli. Die Nachfrage explodiert.

Das Wichtigste in Kürze
- Parmelins rotes Käppi wird nach seinem WM-Auftritt zum Verkaufsschlager.
- Der Händler beschäftigt rund 30 Personen, um die Aufträge abzuarbeiten.
- Parmelin nutzte den Hype für eine Nati-Challenge auf Instagram.
Ein rotes Käppi sorgt für einen regelrechten Hype.
Die Mütze von Bundespräsident Guy Parmelin mit dem Schriftzug «Switzerland Great Since 1291» verkauft sich wie warme Weggli.
1500 Hüetli seien aktuell für den Versand verfügbar – und die Nachfrage sei riesig. Das erklärt Mario Lang, Inhaber von «Landjäger.ch», gegenüber «10 vor 10». Und dabei sei das Unternehmen immer noch etwas im Verzug. «Das holen wir aber in den nächsten Tagen auf.»
Der Auslöser für den Hype? Parmelins Auftritt beim WM-Spiel der Schweiz gegen Algerien Anfang Juli. Mit rotem Käppi und Schweizer Statement auf dem Kopf zog der Bundespräsident alle Blicke auf sich.
Innerhalb kürzester Zeit ging das Hüetli in Medien und sozialen Netzwerken viral.
Lang reagierte sofort und nahm das Käppi bereits am nächsten Tag ins Sortiment auf – mit ungeahnten Folgen. Das Unternehmen wurde regelrecht überrannt mit Bestellungen, berichtet SRF. Nach Parmelins modischem Auftritt am WM-Spiel wollten alle das Käppi.
Weltweite Nachfrage
Die Nachfrage komme längst nicht mehr nur aus der Schweiz. Verschiedene Hersteller produzieren mittlerweile die begehrte Käppi.
Lang spricht gar von einem «Ausnahmezustand». Man hätte aufstocken müssen. Rund 30 Personen seien derzeit damit beschäftigt, die Bestellungen abzuarbeiten.

Zwar glaubt der Unternehmer, dass der Hype abflauen wird, doch eines sei sicher: «Der Spruch ist für die Ewigkeit.» Und das auch ohne Trump. «Ein Schweizer Nationalstolz, der sich typischerweise widerspiegelt», so Lang.
Anspielung auf Trump?
Die Ähnlichkeit zum roten «Make America Great Again»-Käppi von US-Präsident Donald Trump ist unübersehbar. Seit 2016 gehört dessen roter Klassiker zu seinem Markenzeichen.
Ob Parmelin damit eine kleine Spitze Richtung USA senden wollte? Der Bundespräsident bleibt diplomatisch: «Nein, absolut nicht. Es gibt sicher mehrere Interpretationen», erklärte er.
Es sei ihm um eine kleine Schweizer Präsenz gegangen.
Die Reaktionen hätten ihn jedoch überrascht: «Aber es zeigt, dass die Schweizer stolz auf ihre Herkunft und ihre Geschichte sind.»
Bundespräsident wird zum Social-Media-Star
Auch vor dem WM-Achtelfinal gegen Kolumbien posierte Parmelin mit dem Kultteil und sorgte damit für den nächsten Schub im Netz.

Er rief auf Instagram zur Nati-Challenge auf. Sein Aufruf: «Macht es beim WM-Achtelfinal gegen Kolumbien wie ich hier in Mexiko: Tragt etwas Rot-Weisses und postet es mit #NatiChallenge.»
Und: «Lasst uns gemeinsam der 12. Mann sein.»
Fans feiern Guy Parmelin für Challenge
Die Fans reagierten begeistert, überschwemmten den Beitrag mit Likes und Schweizerfahnen-Emojis. Ein Kommentar bringt die Stimmung auf den Punkt: «Our Guy.» Guy ist nicht nur Parmelins Vorname, sondern auch Englisch für «Mann».
Doch nicht alle fanden Gefallen am Auftritt. Kritiker warfen Parmelin vor, sich bei Fans und Sportlern anbiedern zu wollen: «Widerlich, wenn sich Schweizer Politiker bei Sportlern und Fans anbiedern», kommentiert einer.












