Parlament lehnt Strassenprojekte für acht Millionen ab
Der Wiler Stadtrat beantragt zwei Kredite von insgesamt knapp acht Millionen Franken für die Sanierung der Hub- und der Glärnischstrasse.

Das Wiler Stadtparlament befasste sich an seiner Sitzung vergangene Woche mit zwei grösseren Strassenprojekten: Die Glärnischstrasse und die Hubstrasse sollen erneuert und an die heutigen Anforderungen angepasst werden. Die geplanten Arbeiten haben ein Gesamtvolumen von knapp acht Millionen Franken: Rund 4,9 Millionen Franken sind für die Glärnischstrasse vorgesehen, weitere drei Millionen für die Hubstrasse. Dank erwarteter Beiträge des Bundes würde die Stadt davon knapp sechs Millionen Franken selbst finanzieren.
Koordination überprüfen
Auslöser für die Rückweisung, die vom Fraktionspräsident der Mitte Reto Gehrig eingereicht wurde, waren insbesondere offene Fragen zum Zusammenspiel mit weiteren Bauvorhaben. Der Antrag verlangt von der Verkehrskommission unter anderem zu prüfen, wie die Strassenprojekte mit dem geplanten Ersatz der Unterführung Hubstrasse und dem Fernwärmeprojekt koordiniert werden können. Auch die Vor- und Nachteile des vorgesehenen lärmarmen Belags sollen nochmals genauer betrachtet werden.
Zudem soll geprüft werden, ob beim Kreisel Hub-/Glärnischstrasse neben der geplanten Asphaltlösung auch eine Ausführung in Beton technisch und finanziell sinnvoll wäre.
Rasche Durchführung nötig
Der zuständige Stadtrat Manuel Nick, Departementsvorsteher Bau, Umwelt und Verkehr argumentierte für das Tempolimit 30 und den lärmarmen Belag. Er betonte zudem, dass die Umsetzung des Projekts dränge: Bis spätestens 2029 müsse der Baubeginn erfolgen, um die eingeplanten Bundesgelder zu erhalten. Trotzdem wurde der Rückweisungsantrag der Mitte-EVP und den Grünen Prowil schlussendlich mit einer Gegenstimme angenommen.⋌ lin
Dieser Artikel ist zuerst in den «Wiler Nachrichten» erschienen.










