Gesundheitspersonal ohne Zertifikat muss sich zudem zweimal wöchentlich testen lassen und an den Schulen gilt Maskenpflicht.
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Eine Frau in einem Altersheim geht mithilfe eines Rollators. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 3G-Pflicht für Spital- und Heimbesuche und die neuen Regeln gelten ab Montag.
  • In Obwalden liegt die Inzidenz der Corona-Fälle deutlich über dem Schweizer Durchschnitt.

Der Kanton Obwalden wird strenger, was Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus angeht. Er führt ab Montag eine 3G-Pflicht ein für Spital- und Heimbesuche. Gesundheitspersonal ohne Zertifikat muss sich zudem zweimal wöchentlich testen lassen und an den Schulen gilt Maskenpflicht.

Weil die Anzahl Coronafälle pro Einwohner in Obwalden deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt liege, bestehe dringender Handlungsbedarf, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Besonders betroffen seien jüngere Personen, im Vergleich zum Monatsbeginn befänden sich viermal so viele Schülerinnen und Schüler in Isolation.

Daher wird eine Maskenpflicht an der Schule ab Sekundarstufe 1 eingeführt, wenn weniger als 80 Prozent am Schulstandort an den repetitiven Tests teilnehmen. Im Sport- und im Musikunterricht gilt die Pflicht nicht, Kontaktsportarten sind aber verboten.

Testkosten für Besuche werden vom Bund übernommen

Wer jemanden im Spital oder im Altersheim besuchen will, muss zudem ein Covid-Zertifikat oder einen negativen Coronatest vorweisen können. Die Testkosten für Besuche würden vom Bund übernommen, heisst es in der Mitteilung.

Auch Mitarbeitende im Gesundheits- und Pflegebereich mit Patientenkontakt, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich künftig zweimal wöchentlich testen lassen. Mit den Massnahmen wolle man besonders vulnerable Personen besser schützen.

Der Bundesrat hatte am Mittwoch auf weitergehende Einschränkungen verzichtet, die besonders betroffenen Kantone aber aufgerufen, Massnahmen zu ergreifen. Der Kanton Luzern etwa kündigte in der Folge eine Maskenpflicht bei Veranstaltungen an.

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