Nirgendwo verstauben mehr Sportgeräte als in der Schweiz
Viele Schweizer besitzen Sportgeräte, nutzen diese aber kaum. Dafür treiben Menschen in der Schweiz sehr häufig Sport im Freien.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Schnitt besitzt jeder Schweizer zwei Sportgeräte zu Hause.
- Doch die Mehrheit der Hanteln, Yogamatten und Springseile wird kaum benutzt.
- Ein Viertel der Sportgeräte verschwindet im Schrank, ein Viertel steht im Wohnzimmer rum.
An guten Absichten mangelt es Schweizerinnen und Schweizern in Bezug auf Sport im eigenen Haus nicht. Dafür hapert es bei der Umsetzung.
Eine Umfrage von «Yougov» im Auftrag von Galaxus zeigt: Hierzulande stehen sehr viele Sportgeräte in den Wohnzimmern. Doch sehr viele sammeln bloss Staub an. Rund zwei Geräte besitzt jede Person im Durchschnitt.
Spitzenreiterin ist die Yogamatte: Etwa jede zweite Person besitzt eine. Das ist ein Höchstwert im Vergleich mit den Nachbarländern.
Auch Gewichte (34 Prozent), Fitnessbänder (30%), Faszienrollen (25%) und Springseile (20%) erfreuen sich grosser Beliebtheit. Beim Kauf, nicht aber bei der Benutzung.
Das zeigt sich am besten beim Springseil. Jede fünfte Person besitzt eins, doch nur jede siebte von ihnen nutzt es auch regelmässig. Anders in Italien: Hier springt jeder zweite Besitzer eines Springseils mindestens einmal pro Woche.
Schweizer treiben lieber im Freien Sport
Auch die anderen Sportgeräte werden in der Schweiz kaum genutzt. Nur jedes dritte wird mindestens einmal pro Woche benutzt. In Frankreich, Italien, Deutschland und Österreich ist es rund jedes zweite.
Trotz der seltenen Nutzung behalten Schweizerinnen und Schweizer ihre Sportgeräte. Doch rund ein Viertel davon verschwindet in einem Schrank, ein weiteres Viertel steht in der Wohnung rum. Weggegeben werden sie kaum.
Die Umfrage bedeutet aber nicht, dass die Schweiz ein Land von Faulpelzen ist: Von den 26 Prozent der Befragten ohne Sportgerät zu Hause gibt nur jeder fünfte an, keinen Sport zu treiben.
44 Prozent begründen es dagegen damit, dass sie lieber draussen Sport treiben, 19 Prozent bevorzugen das Gym.












