Nidwaldner Staatsanwaltschaft klärt Überfall auf Garagisten auf
Die Nidwaldner Staatsanwaltschaft hat gegen drei Personen, welche 2024 in Wolfenschiessen einen Garagisten überfallen haben sollen, Anklage erhoben. Gegen eine vierte Person ist das Verfahren noch hängig, eine fünfte ist zur Verhaftung ausgeschrieben.

Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, war der 65-jährige Garagist am 27. April 2024 mit lebensgefährlichen Verletzungen in seiner Wohnung aufgefunden worden. Sie geht davon aus, dass die Täterschaft mit ihm einen Termin für eine Fahrzeugbesichtigung abgemacht hatte, um ihn überfallen zu können.
Die Kantonspolizei Nidwalden setzte nach dem Gewaltdelikt eine Sonderkommission ein. Mit Hilfe von Spurenauswertungen und Überwachungen sowie dank der Zusammenarbeit mit anderen Strafverfolgungsbehörden habe die mutmassliche Täterschaft ermittelt und die Hintergründe der Tat aufgeklärt werden können, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Die Staatsanwaltschaft hat nun beim Kantonsgericht gegen zwei Männer und eine Frau Anklage erhoben. Sie sind gemäss der Mitteilung 35 bis 46 Jahre alt und besitzen die schweizerische, bosnische und slowenische Nationalität. Ihnen werden Raub und Drogendelikte vorgeworfen, die beantragten Strafen belaufen sich von 3 Jahren 2 Monaten bis 4 Jahre 6 Monate. Auch ein Landesverweis ist beantragt.
Die Nidwaldner Strafverfolgungsbehörden ermittelten im Zusammenhang mit dem Überfall gegen fünf Personen. Das Verfahren gegen einen 43-jährigen Mann aus Montenegro sei noch bei der Staatsanwaltschaft hängig, teilte diese mit. Ein fünfter Beschuldigter sei noch nicht gefasst worden.






