22 Jahre nach ihrer Gründung löst sich die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) auf.
Die Pnos-Fahne.
Die Pnos-Fahne. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die rechtsextreme Partei Pnos löst sich offiziell auf.
  • Über die genauen Hintergründe der Auflösung ist noch nichts bekannt.
  • Der Präsident plant nun ein «konkretes Projekt von nationaler Prägung».

Die rechtsextreme Partei National Orientierter Schweizer (Pnos) löst sich auf. Dies geht aus einem Brief hervor, der dem «Blick» vorliegt.

Demnach informiert der Präsident Florian Gerber die Mitglieder: «Altes und somit marode Gewordenes gehört abgestreift.» Zum Schluss des Briefes kündigt Gerber ein «konkretes Projekt von nationaler Prägung» an.

Die Auflösung erfolgt 22 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 2000. Ein Jahr darauf war die Partei vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) als rechtsextreme Organisation eingestuft worden.

Pnos Fahne
Mitglieder der Pnos schwenken ihre Fahne. - Keystone

Im Verlauf der weiteren Jahre wurde die Organisastion als immer weniger gefährlich eingestuft. Dies begründete Fedpol damit, dass die Partei bewusst auf Gewalt verzichte.

Die Fedpol stellte jedoch klar, dass der Gewaltverzicht aus ihrer Sicht rein strategische Gründe habe.

Von 2004 bis 2014 stellte die Partei laut «Blick» einen Sitz im Stadtrat von Langenthal BE und im Gemeinderat von Günsberg SO.

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