Mutmasslicher indischer Tech-Support-Betrüger in Schweiz angeklagt

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    Bern,

    Ein Inder soll mit gefälschten Internetseiten und anschliessendem Betrug bei telefonischem Support mehrere Kunden um mehrere tausend Franken gebracht haben.

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    Die Europäische Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen, betrügerischen Masche im Internet: der Verkauf von Domains. - Pixabay

    Ein Inder soll mehrere Kunden von Schweizer Banken und Fluggesellschaften um mehrere tausend Franken gebracht haben. Das tat er mit gefälschten Internetseiten und anschliessendem Betrug bei telefonischem Support. Nun hat ihn die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafgericht angeklagt.

    Die Bundesanwaltschaft (BA) wirft ihm gewerbsmässigen Betrug vor, wie sie am Freitag mitteilte. Der Mann soll als einer der mutmasslichen Köpfe einer kriminellen Gruppierung gewirkt haben, welche mit einer als «Tech Support Scam» genannten Masche vorgegangen sei. Scam bedeutet Betrug.

    Gefälschte Webseiten sahen legitim aus

    Konkret soll diese Gruppe mittels gefälschter Webseiten Kunden von Banken und Fluggesellschaften aufgefordert haben, mit angeblichen Support-Angestellten der entsprechenden Institutionen telefonisch Kontakt aufzunehmen. Die Internetseiten machten laut BA den Anschein einer legitimen Webseite.

    Während des Telefonats wurden die Geschädigten unter einem Vorwand angeleitet, eine Fernwartungssteuerungssoftware zu installieren und bei einer Kryptobörse ein Konto zu eröffnen. Im Anschluss tätigten die Geschädigten über die zugehörige Kryptoplattform eine Transaktion, wobei sie mit ihrem Geld unwissentlich Kryptowährungen zu Gunsten der kriminellen Gruppierung kauften.

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    In der Kryptowährungsbranche scheint der Republikaner eine neue Wählergruppe gefunden zu haben. (Symbolbild) - pexels

    Die Gruppe soll über einen Zeitraum von mindestens 22 Monaten rund 85 Kunden von Schweizer Bankinstituten und Fluggesellschaften um rund 135'000 Franken betrogen haben.

    Der Inder wurde nach Angaben der BA im Februar 2023 in der Schweiz verhaftet und befindet sich seither in Gewahrsam. Die Gruppierung operierte aber von Indien aus. Das Strafverfahren wurde 2021 aufgrund von Strafanzeigen mehrerer Schweizer Banken und privater Geschädigter eröffnet und im abgekürzten Verfahren durchgeführt.

    Gericht prüft Vorwürfe

    Das bedeutet, dass der Beschuldigte im Wesentlichen geständig ist und die Zivilforderungen im Grundsatz anerkennt. Der eingestandene Sachverhalt bildet die Grundlage der Anklageschrift. Ihr müssen Beschuldigte und Geschädigte zustimmen, bevor sie in Form eines Urteilsvorschlags dem erstinstanzlichen Gericht übermittelt wird.

    Das Gericht hat noch zu prüfen, ob der Angeklagte die Vorwürfe anerkennt, ob die Anklage mit den Akten übereinstimmt und ob die beantragten Sanktionen angemessen sind.

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