Mit jedem Schritt einem Traum näher

    Sabine Itting
    Sabine Itting

    Stadt St. Gallen,

    Rund 80 Menschen machten sich am vergangenen Samstag von Speicher aus auf den Weg nach St. Gallen.

    Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer liefen für den guten Zweck von Speicher bis nacht St. Gallen. z.V.g./A Million Dreams
    Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer liefen für den guten Zweck von Speicher bis nacht St. Gallen. z.V.g./A Million Dreams - Manuela Mueller

    In Speicher herrschte am Samstagmorgen positive Wanderstimmung. Einheitliche rukka-Shirts mit dem A Million Dreams Logo und viele erwartungsvolle Gesichter prägten den Start.

    Bevor es losging, begrüssten Jens Keel und Daniel Manser, die Gründer von «A Million Dreams», die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ihr Wunsch für den Tag war einfach: Am Abend sollten alle mit einem Lächeln nach Hause gehen, mit schönen Erlebnissen, neuen Begegnungen und vielleicht auch einem Gedanken, der sie noch etwas weiter begleitet. Der Start erfolgte traditionell mit einer Kuhglocke: Ihr Läuten gab das Zeichen zum Aufbruch.

    Danach nahm die Gruppe die rund 15 Kilometer lange Strecke Richtung St. Gallen in Angriff.

    Gespräche, Gedanken und viel Natur

    Der Weg war mit den typischen «Walk of Dreams»-Fähnchen markiert. Jeder konnte in seinem eigenen Rhythmus laufen und musste keine Sorge haben, sich zu verirren. Schon bald zeigte sich, dass bei dieser Wanderung nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund stand.

    Es gab keinen sportlichen Wettkampf und kein Rennen um die schnellste Zeit. Oder, wie eine Teilnehmerin bemerkte: «Wann nimmt man sich schon mal Zeit, so entspannt mit netten Leuten, die man eigentlich gar nicht kennt, unterwegs zu sein?» Die einen nutzten die Pausen und Wegabschnitte für Gespräche und tauschten sich über persönliche Träume und Ziele aus.

    Andere genossen einfach die Ruhe und die Landschaft.

    Verschiedene Gruppen hatten sich gemeinsam angemeldet, darunter das A-Team, das Imbach-Wanderteam, «Kohler bewegt plus» und das rukka-Team. Auch Menschen, die sich bis dahin nicht kannten, plauderten und lachten miteinander. Insgesamt war die Atmosphäre entspannt und persönlich.

    Für zusätzliche Impulse sorgte Wanderleiter Christian Kaiser. Er führte die Gruppe nicht nur sicher nach St. Gallen, sondern war zugleich als sogenannter «Peripatetiker» unterwegs.

    Der Begriff bezeichnet eine Form des Denkens und Gesprächs während des Gehens. Bei der Mittagspause lud Kaiser die Teilnehmenden dazu ein, sich mit Gedanken rund um das Thema Träume auseinanderzusetzen.

    Gut organisiert bis zum Ziel

    Für ausreichend Verpflegung war entlang der Strecke gesorgt. Nach dem ersten Abschnitt warteten beim Znüni Getränke und eine Stärkung auf die Wandernden, später folgten ein feines Mittagessen und ein Zvieri. Auch am Ziel standen ausreichend Getränke bereit.

    Mit Volvo, Appenzeller Bier, Medbase und rukka standen dem Organisationsteam zuverlässige Partner zur Seite. Eine medizinische Fachperson von Medbase war vor Ort, um bei Bedarf die medizinische Betreuung zu gewährleisten. Glücklicherweise war ihr Einsatz nicht nötig.

    Auch wenn der «Walk of Dreams» ein sportlicher Anlass ist, hat er noch eine andere, wichtige Seite: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren als Botschafter für die Idee von «A Million Dreams» unterwegs. Über persönliche Spendenlinks konnten sie in ihrem Umfeld Unterstützung für die Benefizwanderung sammeln. Das Geld kommt der Erfüllung persönlicher Träume von Menschen in der Schweiz zugute, die aufgrund ihrer Lebenssituation selbst keine Möglichkeit haben, ihren grössten Herzenstraum zu verwirklichen.

    Am späteren Nachmittag erreichte die Gruppe die St. Galler Neugasse. Vor dem rukka Flagship Store ging eine erlebnisreiche Etappe zu Ende.

    Zurück blieben viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse. Und vielleicht auch die Erkenntnis, dass man einem Traum manchmal mit vielen kleinen Schritten näherkommt.

    Mit der vierten Etappe von Gais nach Appenzell fand der diesjährige «Walk of Dreams» am Sonntag seinen Abschluss. Für «A Million Dreams» geht die Arbeit natürlich weiter. Die Organisation setzt sich das ganze Jahr dafür ein, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Schweiz besondere Träume zu erfüllen, die sie oder ihre Angehörigen ohne Unterstützung nicht Wirklich werden lassen könnten.

    Wer die Arbeit unterstützen oder mehr über «A Million Dreams» erfahren möchte, findet weitere Informationen unter: www.amilliondreams.ch.

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Rheintaler Bote» erschienen.

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