Thurgau

    Massnahmenplan an der Salmsacher Aach

    Das Amt für Umwelt hat ein Vorprojekt zur Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Salmsacher Aach und der Badewasserqualität im Mündungsbereich erarbeitet.

    Salmsacher Aach
    Die Visualisierung zeigt, wie die Salmsacher Bucht künftig gemäss Bestvariante aussehen könnte. zVg - zVg

    Am Donnerstag, 1. Oktober, stellte das Amt für Umwelt mit Unterstützung der bearbeitenden Projektbüros die Ergebnisse des Vorprojekts den verschiedenen Anspruchsgruppen vor. Am Begleitgruppentreffen im neu erstellten «Aachhuus» an der Salmsacher Bucht nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Standortgemeinden Salmsach sowie Romanshorn, der angrenzenden Gemeinden, von Umweltorganisationen, Vereinen und kantonalen Fachstellen teil. Im Mittelpunkt standen mögliche Massnahmen zur Behebung des Hochwasserschutzdefizits und zur Verbesserung der Badewasserqualität.

    Für den Hochwasserschutz zeichnet sich eine klare Bestvariante ab. Das Defizit soll hauptsächlich über den Ausbau und die Sicherung von Rückhalteräumen entlang der Aach behoben werden. Vorgesehen ist eine Kombination aus Hochwasserrückhaltebecken mit gedrosseltem Abfluss sowie der raumplanerischen Sicherung von Flächen, die bereits heute bei Hochwasser überflutet werden.

    Damit könnte der Hochwasserabfluss der Aach fast halbiert werden. Dadurch würde ein Grossteil der heute bestehenden Engstellen ohne Anpassung genügen. Die Gesamtkosten werden auf rund 6.6 Millionen Franken geschätzt.

    Eine Lösung ohne Rückhaltebecken mit Objektschutzmassnahmen, Vergrösserungen von Durchlässen und Aufweitung der Aach würde hingegen Kosten von über 21 Millionen Franken verursachen. Das Hochwasserschutzprojekt wird nun unter der Projektleitung des Amts für Umwelt etappenweise auf Stufe Bauprojekt ausgearbeitet.

    Inseln für bessere Badewasserqualität

    Auch für die Verbesserung der Badewasserqualität wurde eine mögliche Lösung vorgestellt. Inselschüttungen östlich und westlich der Aachmündung sollen dazu beitragen, dass unverdünntes Aachwasser nicht wie bisher häufig vor der Badebucht liegen bleibt, sondern vom Ufer weg abströmt und sich rascher verdünnt. Die Wirkung wurde mit umfassenden 3D-Modellierungen untersucht.

    Die Inseln könnten auch einen ökologischen Mehrwert für Vögel und aquatische Lebewesen bieten. Die Ausgestaltung der geplanten Inselschüttungen sowie eine Kostenschätzung werden nun weiter ausgearbeitet. Diese Projektphase kann voraussichtlich 2026 abgeschlossen werden.

    Ausgangslage an der Ach erfordert Handeln

    In Salmsach und Romanshorn ist der Hochwasserschutz an der Aach aktuell ungenügend. Zudem ist die Badewasserqualität in der Salmsacher Bucht wiederholt unzureichend. Entlang der Aach und am Seeufer im Mündungsbereich besteht zudem Potenzial zur ökologischen Aufwertung.

    Diese Themen wurden nun vor Kurzem im Rahmen einer Grundlagenerarbeitung und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessensvertretern gründlich untersucht. Darauf aufbauend erarbeitete das Amt für Umwelt ein Vorprojekt mit verschiedenen Lösungsvarianten für den Hochwasserschutz und die Verbesserung der Badewasserqualität.

    Dieser Artikel ist zuerst in den «Oberthurgauer Nachrichten» erschienen.

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