Im Mai und Juni sind im Freien geparkte Autos ein beliebtes Ziel von Mardern. Weil die Tiere aktuell ein besonders ausgeprägtes Revierverhalten haben.
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Steinmarder nagen dieser Tage besonders gern an Autokabeln. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP/MATTHIAS RIETSCHEL
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Mai und Juni nagen Marder besonders gern an Auto-Kabeln.
  • Besonders gross ist das Risiko im Jura, in Glarus, in Thurgau und in Schaffhausen.
  • Die Axa-Versicherung schätzt den schweizweiten Schaden auf rund 40 Millionen Franken.

In diesen Monaten ist das Revierverhalten von Mardern besonders ausgeprägt und sie nagen mehr als sonst an Kabel und Schläuchen. Jahr für Jahr gehen bei der Axa Schweiz rund 17'000 Schadenmeldungen zu Marderbiss ein, wie der Versicherer am Montag in einer Mitteilung schreibt.

Die Schadensumme dazu beläuft sich auf 8 Millionen Franken. Gesamtschweizerisch dürften es jährlich an die 40 Millionen Franken sein, schätzt Axa.

Marder-Gefahr nicht überall gleich

Besonders gross ist das Risiko von Marderschäden an Fahrzeugen in den Kantonen Jura, Glarus, Thurgau und Schaffhausen, wie eine Auswertung über die vergangenen fünf Jahre zeigt. In diesen Kantonen liege die Wahrscheinlichkeit eines Marderschadens um bis zu 80 Prozent höher als im gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Doch wie schütze ich das Auto vor den kleinen Nagern? Den besten Schutz böten nach wie vor geschlossene Garagen, heisst es dazu bei Axa. Auch das Sperren von Zugängen zum Motorraum oder das Sichern von besonders gefährdeten Autoteilen könne Abhilfe schaffen. Und einige Hersteller würden ihre Fahrzeuge mit sogenannten «Marderschrecks» mit Ultraschalltönen ausrüsten.

Ausserdem lohne es sich, den Motor regelmässig waschen zu lassen, heisst es weiter. Damit liessen sich die Duftstoffe der eingedrungenen Marder entfernen und Revieransprüche übers Auto verringern. Auch das Abstellen des Fahrzeugs am selben Ort helfe dabei.

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