Mail-Panne: FDP-Regierungsratskandidatin fehlt in Wahlbroschüre

    Anna Mikulics
    Anna Mikulics

    Basel,

    Aufgrund eines E-Mail-Missgeschicks fehlt Eva Biland, FDP-Regierungsratskandidatin in Basel, in der Wahlbroschüre des Jungen Rats.

    eva biland fdp basel
    Eva Biland tritt für die FDP bei den kommenden Wahlen in Basel an. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Jugend-Organisation Junger Rat hat alle Wahlkandidierenden in Basel interviewt.
    • Doch die FDP antwortete nicht auf ihre E-Mails und es gab kein Interview mit Eva Biland.
    • Danach stellte sich heraus, dass die E-Mails im Spam-Ordner landeten.

    Die Wahlbroschüre des Jungen Rates von Basel-Stadt, die kürzlich an alle wahlberechtigten Jugendlichen versendet wurde, enthielt ein unerwartetes Fehlen. FDP-Regierungsratskandidatin Eva Biland wurde nicht in der Broschüre aufgeführt.

    Wie die «bz Basel» berichtet, war ein fehlgeschlagener E-Mail-Austausch schuld an der Situation.

    Junge Rat erstellt Wahlbroschüre

    Der Junge Rat, eine politisch neutrale Kommission des Erziehungsdepartements Basel-Stadt, besteht aus Mitgliedern im Alter von 15 bis 24 Jahren. Er organisiert verschiedene Projekte zur politischen Bildung der Basler Jugend.

    Hast du die Wahlbroschüre des Jungen Rats erhalten?

    Als neuestes Projekt erstellte dieser Wahlbroschüren für die kommenden Gesamterneuerungswahlen am 20. Oktober. Die Informationsunterlagen wurden an alle stimmberechtigten Jugendlichen der Jahrgänge von 2001 bis 2006 versendet.

    Verlorene E-Mails führen zu Fehlinformationen

    In der Broschüre wurden alle Kandidierenden mittels Interviews präsentiert. Allerdings stiess der Junge Rat auf Schwierigkeiten bei der Kontaktaufnahme mit der FDP. Mehrere E-Mails, die an die Partei gesendet wurden, um ein Interview mit ihrer Kandidatin zu arrangieren, landeten im Spam-Ordner und blieben so unbemerkt.

    Damals sei die Kandidatin oder der Kandidat der FDP öffentlich noch nicht klar gewesen, weshalb sich der Junge Rat nicht bei Biland selbst melden konnte. FDP-Präsident Johannes Barth merkte jedoch gegenüber «bz Basel» an, dass keine andere Kommunikationsmöglichkeit von der Organisation in Betracht gezogen worden war.

    «Einwandfreie Fehlerkultur» des Jungen Rats

    Trotz der Panne äusserte Eva Biland kein gravierendes Ärgernis über den Vorfall. «Ich war nicht erfreut, dass ich in der Broschüre fehle, da das ja auch ein Wahlnachteil sein könnte», gab sie zu verstehen.

    Doch Linus Kleschin, der Co-Präsident des Jungen Rats, entschuldigte sich sofort und führte ein nachträgliches Interview mit ihr. Biland lobte daraufhin unter einem Instagram-Post des Jungen Rats die «einwandfreie Fehlerkultur».

    junger rat eva biland
    Der Junge Rat holte das Interview mit Regierungsratskandidatin Eva Biland (FDP) nach. - Instagram/@junger_rat

    Wie Kleschin bestätigte, habe man aus dem Vorfall gelernt und würde in Zukunft immer mehrere Kommunikationskanäle wählen. Eine korrigierte Version der Wahlbroschüre wurde auf der Webseite des Jungen Rats und auf seinen Social-Media-Kanälen hochgeladen.

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    Kommentare

    User #6610 (nicht angemeldet)

    Diese fehlt nicht. Diese braucht es heute nicht mehr. Da bin ich sogar besser. LOL.

    User #5001 (nicht angemeldet)

    Tja, Pech gehabt FDP.

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