Luzerner «First-Responder» helfen erstmals ein Leben retten

    Keystone-SDA Regional
    Keystone-SDA Regional

    Kriens,

    Seit Juli sind im Kanton Luzern offiziell Ersthelfer im Einsatz, die von der Notrufzentrale zu Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand geschickt werden können. Bereits Mitte Monat leisteten sogenannte «First Responder» in Kriens erstmals einen lebensrettenden Einsatz.

    iphone
    Die neue Funktion führte in den USA zu zahlreichen Fehlalarmen. - keystone

    Am 18. Juli ging bei der Sanitätsnotrufzentrale Zentralschweiz die Meldung ein, dass ein 63-jähriger Autolenker in Kriens einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten habe. Zwei Minuten nach dem Aufgebot konnten ausgebildete Laienhelfer eine erneute Kreislaufaktivität beim Mann erzeugen, wie das Luzerner Kantonsspital am Freitag mitteilte.

    Dem gleichzeitig aufgebotenen Rettungsdienst und dem Notarzt gelang es schliesslich, den Mann soweit zu stabilisieren, dass er ins Notfallzentrum gebracht werden konnte. Dort wurde er weiterführend medizinisch versorgt. Aufgeboten wurden drei Laienhelfer.

    Das Projekt «First Responder» startete offiziell am 1. Juli. Seitdem wurden geschulte Laienhelfer zu über einem halben Dutzend Einsätzen auf dem Kantonsgebiet aufgeboten. Die Einsätze erfolgten allesamt in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Stillständen. Bis auf den jüngsten Fall in Kriens sind bisher aber sämtliche Patienten verstorben.

    Insgesamt stehen über 250 ausgebildete «First Responder» in Luzern zur Verfügung. Bis 2020 will man 500 von ihnen an Bord haben. Die Alarmierung der Helfer erfolgt über eine App.

    Im Kanton erleiden jedes Jahr rund 400 Menschen ausserhalb des Spitals einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Ist der Blutherzkreislauf unterbrochen, drohen innert kürzester Zeit Organ- und insbesondere Hirnschädigungen und letztlich der Tod.

    Die Überlebenschance bei Herz-Kreislauf-Stillstand in der Schweiz liegen bei 5 bis 8 Prozent. Jede «verlorene» Minute senkt die Aussicht auf ein Weiterleben um 10 Prozent. Um das Überleben bestmöglich zu sichern, muss die die betroffene Person innert drei bis fünf Minuten medizinisch versorgt werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    flydubai copilot
    73 Interaktionen
    Passagier berichtet
    Brasilien Wahl
    34 Interaktionen
    Brasilien-Wahl

    MEHR AUS LUZERNERLAND

    2 Interaktionen
    Zug
    Melasse
    2 Interaktionen
    Schenkon LU
    Emmenbrücke LU
    9 Interaktionen
    Emmenbrücke LU
    Hildisrieden LU
    1 Interaktionen
    Hildisrieden LU