«Loverboy» muss im Kanton Waadt ins Gefängnis

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    In Lausanne wurde ein 26-jähriger Rumäne zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, durch die «Loverboy»-Methode eine Frau ausgebeutet zu haben.

    Loverboy
    Rund 70 Serie-A-Profis sollen zu den Kunden eines Mailänder Prostitutions-Netzwerks gehört haben – auch der Name eines Formel-1-Fahrers fiel in abgehörten Telefonaten. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Rumäne ist in Lausanne zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt worden.
    • Es ist die erste Verurteilung im Kanton Waadt für einen «Loverboy»-Fall.

    Ein Rumäne ist in Lausanne zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Davon wurden 12 Monate wegen Förderung der Prostitution zur Bewährung ausgesetzt. Er hatte die sogenannte «Loverboy»-Methode angewandt, um eine Landsfrau auszubeuten. Diese im Sexgewerbe zunehmend angewandte Masche besteht darin, junge Frauen zu verführen und sie dann in die Prostitution zu zwingen.

    Der vom Strafgericht Lausanne verurteilte Rumäne wurde zudem der Geldwäscherei für schuldig befunden, wie die Stadtpolizei am Donnerstag mitteilte. Der 26-Jährige wird ferner mit einem Landesverweis von acht Jahren bestraft. Angeblich kennt er sein Opfer seit mehreren Jahren. Als sie noch minderjährig war, machte er ihr viele Geschenke und versprach ihr eine gemeinsame Zukunft.

    «Loverboy»-Methode funktioniert durch Manipulation

    Nachdem er ein Abhängigkeitsverhältnis aufgebaut hatte, liess er sich mit der jungen Frau zunächst in Deutschland nieder. Danach in Grossbritannien und ab 2018 in Lausanne. In allen drei Ländern zwang er die Frau «mit Einschüchterungsmethoden und stetiger Herabsetzung» zur Prostitution, schreibt die Polizei.

    Der Angeklagte wurde im November 2018 verhaftet. Während des Prozesses gab er die Anklagepunkte zu, anders als während der gesamten Strafuntersuchung.

    Die junge Frau ihrerseits gab an, nicht ausgebeutet worden zu sein. Die Polizei weist aber darauf hin, dass dies häufige vorkomme. Für Opfer von einem «Loverboy» sei es schwierig, sich einzugestehen und zu bezeugen, dass sie manipuliert und ausgebeutet worden seien.

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