Klimastreik am Pranger: 85 Anzeigen nach Bundesplatz-Räumung

    Philipp Kobel
    Philipp Kobel, Nick Mäder

    Bern,

    85 Personen wurden im Zuge der Bundesplatz-Räumung letzte Woche bisher angezeigt. Es dürften noch mehr werden.

    Räumung bundesplatz Klimastreik
    Im Zuge der Bundesplatz-Räumung wurden bisher 85 Personen angezeigt. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Kantonspolizei Bern räumte letzten Mittwoch den besetzten Bundesplatz.
    • 85 Klima-Aktivisten wurden danach bislang angezeigt.
    • Weitere dürften noch folgen.

    Nach 47 Stunden machte die Kantonspolizei Bern dem Husarenstück der Klima-Aktivisten ein Ende. In der Nacht vom letzten Dienstag auf Mittwoch räumte sie nach stundenlangem Hickhack den Bundesplatz. Jede einzelne Person wurde abgeführt und deren Personalien aufgenommen.

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    Sisyphusarbeit: Die Polizei führte letzten Mittwoch in der Früh Aktivist für Aktivist einzeln vom Bundesplatz ab. - Nau.ch

    Nun kann die Polizei eine erste Bilanz der Räumung ziehen. «Insgesamt wurden im Zuge des Einsatzes weit über 300 Personen kontrolliert, darunter mehrere Dutzend Jugendliche. Davon wurden 85 Personen für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht.» Das schreibt Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kapo Bern auf Anfrage.

    Unter den 85 vorübergehend Festgehaltenen befinden sich zwei Jugendliche und zahlreiche junge Erwachsene. «Sie alle werden verzeigt, 84 erhielten zudem eine Fernhalteverfügung.» Die meisten Personen sind Schweizerischer Nationalität, einzelne ausländischer.

    Klima-Aktivisten
    Die Aktivisten legten sich auf den Bundesplatz, um gegen die Umweltzerstörung zu protestieren. - sda - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

    Die administrativen Arbeiten seien aber noch im Gang. Deshalb könne aktuell noch nicht abschliessend gesagt werden, wie viele Anzeigen insgesamt erfolgen. Jede werde aber einzeln geprüft. «Als Straftatbestände stehen hauptsächlich Hinderung einer Amtshandlung, Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen sowie Namensverweigerung im Raum», schreibt Gnägi.

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