Klimaaktivisten: Rechnung für Gotthard-Autobahn-Blockade ist da

    Gerrit Fredrich
    Gerrit Fredrich

    Uri,

    Nach Blockaden der Gotthard-Autobahn wurden Klimaaktivisten verurteilt. Die Aktion führte zu massiven Verkehrsbehinderungen.

    Renovate schweiz
    Klimaaktivisten hatten sich auf der Fahrbahn vor dem Nordportal des Gotthardstrassentunnels festgeklebt. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Klimaaktivisten der Gruppe Act Now blockierten mehrfach die Gotthard-Autobahn.
    • Nun wurden die Beteiligten verurteilt.

    Die Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Act Now wählen gezielt Feiertage wie Ostern und Pfingsten für ihre Protestaktionen.

    An Ostern 2023 blockierten sie die A2 bei Wassen UR. Dadurch wurde der Verkehr für rund 50 Minuten komplett gestoppt, bevor die Polizei die Sitzblockade auflöste.

    Sollte mehr gegen den Klimawandel getan werden?

    Im Rahmen der Kampagne «Liberate Switzerland» klebten sich einige Aktivistinnen und Aktivisten während Auffahrt 2024 auf den Fahrbelag der Autobahn. Diese Aktion wurde nach 15 Minuten von der Polizei beendet.

    Eine ähnliche Blockade dauerte an Pfingsten in Wassen UR lediglich zehn Minuten an.

    Rechtliche Konsequenzen für Aktivisten

    Die Blockaden führten laut dem «Bote der Urschweiz» zu rechtlichen Folgen für die Beteiligten. Drei Aktivistinnen und Aktivisten wurden wegen Nötigung und anderer Delikte angezeigt.

    Amsteg-Göschenen
    Die Autobahn A2 vor dem Gotthardtunnel zwischen Göschenen und Amsteg. - Keystone

    Eine Aktivistin erhielt eine bedingte Geldstrafe von 1200 Franken sowie eine Busse von 300 Franken. Zusätzlich wurden ihr Verfahrenskosten von knapp 2200 Franken auferlegt, was zu einem Eintrag im Strafregister führte.

    Das Strafmass für die beiden anderen Aktivistinnen und Aktivisten fiel ähnlich aus.

    Sieben weitere kamen mit Ordnungsbussen von 20 Franken davon, wie der «Bote der Urschweiz» schreibt.

    Keine Blockaden der Gotthard-Autobahn geplant

    Act Now zeigte sich zufrieden mit der medialen Aufmerksamkeit, die durch die Aktionen erzeugt wurde. Die Gruppe betonte, dass sie mit den Protesten auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinweisen wollte.

    Momentan sind ähnliche Blockaden auf der Gotthard-Autobahn nicht geplant.

    Kommentare

    User #1669 (nicht angemeldet)

    Geld regiert die Welt die Aktivisten sind sicher keine Arbeiter

    User #1690 (nicht angemeldet)

    71 peozent wollen das mehr gegen den klimawandel getan wird, fangt bei euch an und, schreibt nicht andern vor wie sie leben sollten. wenns euch wichtig ist verzichtet selber und lasst andere leben. glaubt aber nie ihr seid bessere menschen

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