Garten

    Kinder können nicht mehr nach draussen – Familie verärgert

    Dennis Kittler
    Dennis Kittler

    Laufental,

    Weil eine Füchsin ihre Jungen im Garten einer Familie in Röschenz BL aufzieht, dürfen die Kinder nicht mehr nach draussen. Der Kanton kann auch nicht helfen.

    staupe fuchs
    Eine Fuchsfamilie hat sich in einem Garten in Röschenz BL niedergelassen. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen Füchsen dürfen die Kinder einer Familie in Röschenz BL nicht mehr im Garten spielen.
    • Die Gefahr von Eiern von Fuchsbandwürmern ist zu gross.
    • Der Kanton lehnt eine Umsiedlung der Füchsin und ihrer Jungtiere ab.

    Tierisches Ärgernis für eine Familie in Röschenz BL: Weil eine Füchsin ihren Garten als Aufzugsort für ihre Jungen auserkoren hat, können die Kinder nicht mehr im Freien spielen. Dies berichtet «20 Minuten».

    Die Kinder könnten in Kontakt mit Eiern von Fuchsbandwürmern kommen. Beim Menschen können diese schwere Lebererkrankungen auslösen.

    Fuchs
    Im Fuchsbau leben mindestens die Füchsin und drei Jungtiere. (Symbolbild) - Keystone

    Seit mindestens etwa zwei Wochen besetzen die Füchse den Garten der Familie. Im dort eingerichteten Fuchsbau wurden bisher die Fuchsmutter und drei Jungtiere gesichtet.

    Blutige Pfotenspuren im Garten

    Ganz abgesehen davon, dass die Kinder nicht mehr herausdürfen, entpuppen sich die Füchse auch darüber hinaus als schwierig. «Eines Morgens haben wir blutige Pfotenspuren in unserem Garten entdeckt. Das war kein schöner Anblick», erzählt die Mutter der betroffenen Familie gegenüber «20 Minuten».

    Blindschleiche
    Die betroffene Familie kann ihren Garten nur eingeschränkt nutzen – und findet immer mal wieder Kot und tote Blindschleichen. (Symbolbild) - keystone

    Auch rieche es im Garten nach Kadavern. Tote Blindschleichen lägen herum und Kot sei auf der Wiese verteilt.

    Kanton lehnt Umsiedlung wegen Tierschutz ab

    Eine Bitte beim Kanton, die Fuchsfamilie umzusiedeln, sei abgelehnt worden. Die Füchsin und ihre Jungtiere seien geschützt.

    Dass sich Füchse in Siedlungen niederlassen, ist laut Gabriel Sutter vom Amt für Wald und Wild Beider Basel nicht ungewöhnlich. Die Füchse würden dort recht einfach Nahrung finden.

    «Sobald die Jungtiere genug gross sind, ziehen diese von sich aus weiter», sagte er gegenüber «20 Minuten».

    Hast du schon mal einen Fuchs in der Natur gesehen?

    Das könne aber durchaus ein paar Wochen dauern. Wichtig sei, nun keinen Abfall und keine Dinge draussen liegen zu lassen. Alternativ könne nachts auch ein Radio laufen gelassen werden, um den Füchsen den Ort weniger attraktiv zu machen.

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    Kommentare

    User #1131 (nicht angemeldet)

    Den Tieren wird alles genommen, zieht in die Stadt dann müsst ihr nicht mehr meckern ! Wer die Menschen kennt liebt die Tiere !

    User #1193 (nicht angemeldet)

    Es gibt viele Möglichkeiten, Probleme ohne Hinzuziehung von Behörden nachhaltig zu lösen.

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